Im Landkreis Oder-Spree waren nach Angaben der Agentur für Arbeit im Dezember 6046 Menschen arbeitslos gemeldet, 115 mehr als im Monat zuvor und 569 mehr als im Dezember 2019. Die Arbeitslosenquote betrug 6,5 Prozent, im November hatte sie noch bei 6,3 Prozent gelegen. Den Dezemberwert von 2019 gibt die Arbeitsagentur mit 5,8 Prozent an.

Wegen Corona Anstieg von Kurzarbeit

Im gesamten Bereich der Agentur Frankfurt, dazu gehören neben Oder-Spree auch die Kreise Märkisch Oderland und die Stadt Frankfurt, liegt die aktuelle Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Den leichten Anstieg bezeichnet die Agentur als „saisonüblich“. Es gebe aber eine sehr starke Zunahme von Kurzarbeit, aber kaum coronabedingte Entlassungen. „Die coronabedingten Einschränkungen seit November haben bislang nicht zu einem anstieg der Arbeitslosigkeit geführt“, sagt Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit. Die meisten unternehmen würden souverän mit dem neuerlichen Lockdown umgehen. Sie würden stark auf die Möglichkeit der Kurzarbeit zurückgreifen und so an ihren Beschäftigten festhalten. Schüler, die im Sommer die Schule abschließen, rief Freyer auf, spätestens mit den Halbjahreszeugnissen Kontakt zur Berufsberatung aufzunehmen. Termine dafür können auch online vereinbart werden.

Unternehmen melden 243 offene neue Stellen

Von den Arbeitslosen im Landkreis Oder-Spree werden 2252 von der Agentur für Arbeit betreut. Für die anderen 3794 betroffenen Personen ist das Jobcenter des Landkreises zuständig. Die Unternehmen der Region haben dem Arbeitsamt im Dezember 243 neue offene Stellen gemeldet. Insgesamt gelten nach Kenntnissen der Agentur 1062 Stellen als vakant. Stellen gibt es in praktisch allen Branchen, auch auf dem Bau und im Gesundheits- und Sozialwesen.
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