Baustelle auf A10
: Autofahrer genervt – darum sperren Hunderte Baken Autobahn-Spur ab

Auf den meisten A10-Teilstücken zwischen Dreieck Spreeau und dem Schönefelder Kreuz gilt Tempo 80. Nun ist seit Wochen auch noch der linke Fahrstreifen gesperrt. Das ist der Grund:
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Auf der Autobahn A10, dem Berliner Ring zwischen dem Dreieck Spreeau und Niederlehme, stehen derzeit hunderte Warnbaken. Das ist der Grund.

Tilo Winkler

Es ist ironisch gemeint: Da muss doch jemand ein Lager mit Warnbaken gefunden haben, die er nun alle hier aufgestellt hat, denkt man sich seit einigen Wochen, wenn man auf der Strecke unterwegs ist. Hunderte, vielleicht auch mehr, sind es, die auf der Autobahn A10 zwischen dem Dreieck Spreeau und der Abfahrt Königs Wusterhausen / A10-Center in beiden Fahrtrichtungen die jeweils linke der drei Fahrstreifen absperren. Ein Grund dafür ist nicht ersichtlich. Es gibt keine Baustellenschilder und natürlich auch keine Bauarbeiten in dem gesamten Bereich des Berliner Rings. Seit Wochen nur diese Baken.

Die Sperrung der Fahrstreifen führt oft zu Staus, wer von der Autobahn A12 aus Richtung Frankfurt (Oder) auf die A10 Richtung Schönefelder Kreuz fährt, muss meist eine Lücke zwischen den Schrittgeschwindigkeit fahrenden Brummis suchen, um voranzukommen. Das ist gefährlich und nervt.

Ralph Brodel, Sprecher der Niederlassung Nordost der Autobahn GmbH des Bundes. Er erklärt, warum auf der A10 zwischen dem Dreieck Spreeau und Niederlehme derzeit hunderte Warnbaken stehen.

Jürgen Liebezeit

Baken kündigen Bauarbeiten an

Warum aber stehen die Baken da? Es geht tatsächlich um bevorstehende Bauarbeiten. Die Betonplatten der Autobahn sind an einigen Stellen seit Jahren marode, stellenweise sogar aufgesprungen. Nicht erst seit dem Aufstellen der Baken Anfang Februar gilt auf dem Abschnitt größtenteils Tempo 80. Wegen der besonderen Lage der Baustelle am viel befahrenen Dreieck Spreeau, so teilt es Ralph Brodel von der für den Abschnitt zuständigen Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Nordost, mit, seien allein für die Einrichtung der Verkehrssicherung acht Wochen vorgesehen. Diese habe termingerecht Anfang Februar begonnen und werde Ende März abgeschlossen. „Bis zum Abschluss der Einrichtung wird kein Baufahrzeug auf der Baustelle zu sehen sein“, teilt Brodel mit.

Für die Verkehrssicherheit müssten Nothaltebuchten gebaut werden. Dafür sei der Rückbau von Stahlschutzplanken erforderlich. Gleich verhalte es sich bei dem Bau der Mittelstreifenüberfahrten. Dazu komme erschwerend, dass beim Bau der Überfahrten, zur Sicherheit des Personals die Überholspur gesperrt werden müsse. Die Mittelstreifenüberfahrten werden benötigt, um den Verkehr der A10 (kommend aus Richtung Dreieck Barnim) in den nächsten Monaten auf die linke Richtungsfahrbahn zu lenken.

Arbeiten bis weit in den Sommer

Damit der gesamte Verkehr auf der linken Fahrbahn rollen kann, werden zur Trennung der Fahrrichtung und aus Verkehrssicherheitsgründen zudem transportable Schutzeinrichtungen werden. Auch dabei werde der Verkehr massiv belastet werden, heißt es. Die eigentlichen Bauarbeiten vom Dreieck Spreeau bis hinter die Abfahrt Niederlehme dauern laut einer ersten Ankündigung der Maßnahme im Januar dann bis Ende Juli.

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