Brauchtum: Flammen vor dem Osterfest
Das bevorstehende Osterfest hat in der Region hier und da schon seinen Schatten vorausgeworfen, nämlich in Gestalt von Osterfeuern. Im Vorfeld war hier und da die Sorge vor Waldbränden geäußert worden. An Gründonnerstag war in Oder-Spree Waldbrandgefahrenstufe vier ausgerufen worden, in Dahme-Spreewald sogar fünf. Doch bis Karfreitag hatte sich die Situation offenbar nicht weiter verschärft. In Dahme -Spreewald konnte die Waldbrandgefahrenstufe sogar auf vier zurückgestuft werden.
In Sawall war man auf Nummer Sicher gegangen und hatte auf ein Anzünden des großen Holzstapels verzichtet, wenn auch mit Wehmut: „Mit meiner Feuerwehr hätte ich das Osterfeuer absichern können“, meint Ortswehrführer von Trebatsch, Christian Gerlitz. So entschied man sich, ein kleines Lagerfeuer zu entfachen. Pfingsten wäre der nächste mögliche Termin, den großen Stapel, der eigentlich für Ostern vorbereitet war, zu entzünden, „sofern es das Wetter zulässt“, so der Ortswehrführer weiter. Die anwesenden Kinder waren auch mit dem kleinen Feuer zufrieden. Sie nutzten es, um darauf Stockbrot zu backen. Nicole Rösicke hatte dazu nicht nur den Teig beigesteuert, sondern auch die passenden Weidenstöcke mitgebracht. "Ich bin jedes Jahr dabei“, so die Mutter von Theo (3).
Auch in Bornow scheute man sich nicht, ein Feuer zu entzünden. Doch tat man dies in einer Feuerschale neben dem Dorfgemeinschaftshaus. Die unmittelbare Umgebung der Feuerschale benetzte Gernoth Schulze gelegentlich mit Wasser. "Wir haben ein deftiges Kesselgulasch vorbereitet, Sie dürfen gerne mal kosten“, lud der Ortsvorsteher den Gast mit der Kamera ein. Die Bornower achteten wegen der allgemeinen Trockenheit darauf, jeweils nur wenig Holz ins Feuer zu legen, auch weil die Kirche und andere Häuser angrenzen. Dennoch konnte der marode Friedhofszaun, den Dorfbewohner in einer Gemeinschaftsaktion demontierten, wenigstens teilweise verbrannt werden. Wie immer, war das Osterfeuer in Bornow wieder ein geselliges Ereignis. „Man trifft immer Leute, die man sonst nicht sieht“, freute sich Gero Ostwald.
In Ranzig wurde das Osterfeuer am Karpfenteich, zwischen dem Ort und dem Tiefen See gelegen, entfacht. Nadine Ockain zählte zu den Gästen, sie ist jedes Mal dabei, wie sie berichtet. Die Kossenblatterin war in Ranzig aufgewachsen und freute sich, ihre ehemaligen Dorf-Mitbewohner wieder zu treffen. Während es Gründonnerstag bei Ranzig mollig warm war, erinnert sich Ellen Rußig auch an andere Wetterverhältnisse. "Im letzten Jahr hatten wir beim Osterfeuer Schnee.“
Feuer wird bewacht
Die Freiwillige Feuerwehr von Ranzig, die das Feuer die ganze Zeit über bewachte, hatte Bierzeltgarnituren mitgebracht, sowie Essen und Getränke gestellt. Ortsvorsteher Thomas Kläber bedankte sich bei allen, die mitgeholfen haben, das Osterfeuer zu organisieren, besonders der Agrargenossenschaft Ranzig und den zahlreichen Bürgern, die Holz zur Verfügung gestellt hatten.
Auch an diesem Wochenende und am Ostermontag sind zahlreiche Osterfeuer in der Region angesagt.
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