Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass über die Osterfeiertage die aktuellen Coronadaten wahrscheinlich nicht vollständig sind. Weil weniger Ärzte Sprechstunden haben, einige Teststellen und auch Labore nicht oder nur eingeschränkt arbeiten, gibt es selbst von Menschen, die Covid-19-Symptome haben, weniger Tests und damit weniger nachgewiesene Fälle. Hinzu komme, dass eventuell nicht alle Gesundheitsämter zeitnah alle Daten weiterleiten würden.
Für den Kreis Oder-Spree trifft das alles offenbar nicht zu. Das RKI gibt für den Kreis am Ostersonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 190,7 an, fast 20 Punkte mehr als am Vortag. Das Gesundheitsamt es Kreises hat in den letzten 24 Stunden 63 neue positive Fälle gemeldet. Am Sonntag vor einer Woche waren es lediglich 27 Fälle. Damals lag die Inzidenz bei 157,2.
Neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gab es nicht. Die Zahl der Verstorbenen im Kreis liegt weiter bei 268. Vor genau einer Woche waren es 265.
Der am Sonntag für Oder-Spree gemeldete Inzidenzwert ist der zweithöchste in Brandenburg. Nur in Elbe-Elster liegt er mit 221,0 noch deutlich höher. Bundesweit liegt Oder-Spree jetzt auf Platz 56 von 412 Regionen, für die der Inzidenzwert vom RKI erfasst wird.
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