Betrug in Storkow
: Betrüger locken mit KI-Versprechen Rentnerin in Krypto-Falle

In Storkow endete der Traum vom schnellen Krypto-Gewinn mit einer Anzeige bei der Polizei. So lief die Betrugsmasche ab.
Von
Jens Olbrich
Storkow
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Anlagebetrug mit Kryptowährung: ILLUSTRATION - 27.02.2023, Berlin: Ein Mann sitzt am Laptop und hält ein Smartphone mit in der Hand.In Erfurt haben zwei Menschen viel Geld an Anlagebetrüger verloren. (zu dpa: «Erfurter verlieren hohe Summen an Krypto-Anlagebetrüger») Foto: Monika Skolimowska/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Fall von Anlagebetrug mit Kryptowährung kam in Storkow zur Anzeige. Das Opfer ist laut Angaben der Polizei eine Rentnerin. (Symbolbild)

Monika Skolimowska/dpa
  • Storkower Rentnerin zeigt Krypto-Anlagebetrug bei der Polizei an.
  • Seit Ende November investierte sie einen unteren fünfstelligen Betrag.
  • KI versprach hohe Gewinne; Kapital sollte Anfang Februar 2026 fast versechsfacht sein.
  • Auszahlung verlangte weiteren fünfstelligen Betrag – Frau wurde misstrauisch.
  • Polizei ermittelt; BKA meldet 2024: 131.391 Inlandsfälle, 201.877 aus dem Ausland.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor 18 Jahren entstand eine Währung, bei der sich die meisten kaum vorstellen können, wie sie funktioniert. Im Januar 2009 ging sie offiziell an den Start – die sogenannte Kryptowährung. Anfangs war sie nicht viel wert, 2010 kaufte Programmierer Laszlo Hanyecz zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin, die seinerzeit einen Wert von 41 US-Dollar hatten.

Nach aktuellen Bitcoin-Kursen wären es heute zwei Pizzen für eine Milliarde US-Dollar. Mit dem Wert der Kryptowährungen steigt auch der Anreiz für die kriminelle Aneignung durch Cyberkriminelle und Computerspezialisten.

Sucht man im Internet unter „Krypto-Betrug aktuell“, reißt die Anzahl der weltweiten Treffer nicht ab, die angegebenen Schäden gehen in die Millionen. Im kleineren Maßstab und regional in der Nachbarschaft passiert es jedoch auch, wie Polizeisprecher Marcel Patzwahl von der Polizeidirektion Ost informiert. Seinen Angaben zufolge erstattete am Dienstag (10. Februar) eine Storkower Rentnerin Strafanzeige bei der Polizei. Letztlich misstrauisch geworden, hat sie den Anlagegeschäften über eine App an einer vermeintlichen Anlage mit Kryptowährungen nicht mehr getraut.

Erst die erneute Zahlungsaufforderung macht Opfer argwöhnisch

Seit Ende November habe sich „die betagte Frau“ an den Krypto-Geschäften über die App beteiligt, habe sogar einen unteren fünfstelligen Betrag investiert. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz seien ihr hohe Gewinne in Aussicht gestellt worden. Bereits Anfang Februar 2026 sollte sich ihr Kapital fast versechsfacht haben. Argwöhnisch sei sie erst geworden, als sie „lediglich für die Auszahlung einen weiteren fünfstelligen Betrag berappen“ sollte.

„Die Frau weigerte sich, weiterhin Geld zu zahlen, und wandte sich richtigerweise an die Polizei“, informiert Polizeihauptmeister Marcel Patzwahl. Nun ermitteln seinen Angaben zufolge Kriminalisten, „wer sich mit dieser Masche bereichert hatte“.

Laut Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) agieren Cyberkriminelle meist aus dem Ausland. Basis für die Angaben ist laut BKA die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS). Für das Jahr 2024 weist diese Statistik 131.391 in Deutschland verübte Cybercrime-Fälle auf. Dem gegenüber stehen weitere 201.877 Straftaten, die im selben Jahr vom Ausland oder von einem unbekannten Ort aus verübt wurden. Die Aufklärungsquote bei den Cybercrime-Delikten im Inland „verharrt“ laut der PKS bei nur 32 Prozent.