Einzelhandel: Frischzellenkur für Kaufhalle

Im neuen Aldi-Markt im EKZ Beeskow inspizieren Investor Rainer Hannemann, der Beeskower Maler Thomas Richtsteig, Facility-Manager Jörg Herrmann und der Lübzer Bauunternehmer Ralf Hilbert (v. l.) den Baufortschritt. Eröffnung ist für Donnerstag geplant.
Jörg KühlDie Bauarbeiten am Einkaufszentrum (EKZ) in Beeskow laufen auf Hochtouren. Nachdem der Parkplatz auf der südlichen Hälfte des Geländes fertiggestellt ist, arbeiten Handwerker, darunter auch Vertreter regionaler Firmen, an der Fertigstellung der neuen Aldi–Filiale. Diese entsteht auf der Fläche des ehemaligen Teppichfachgeschäfts. Die Arbeiten laufen auch deshalb unter Hochtouren, weil am Donnerstag die Eröffnung der neuen Aldi–Filiale geplant ist, wie Rainer Hannemann mitteilt.
Hannemann ist mit seiner Firma EKZB Miteigentümer der Immobilie in der Fürstenwalder Straße. Die Parkplätze sind jetzt um 90 Grad gedreht und 20 Zentimeter breiter, als die vorherigen. Zudem sind acht barrierefrei zugängliche Parkplätze für mobilitätseingeschränkte Kunden entstanden, vorher waren es vier. Die Beleuchtung des Parkplatzes wurde auf LED umgestellt.
Derzeit wartet der Investor auf die Baugenehmigung für die neue Zenter–Toilette. Diese soll, auch dank Einbau einer barrierefreien Variante, eine diesbezügliche Versorgungslücke schließen.
Zwischen dem „neuen“ Aldi und dem Drogeriemarkt Rossmann ist eine etwa 1000 Quadratmeter große Verkaufsfläche entstanden, die derzeit noch leer steht. Laut Hannemann stehen zwei Interessenten bereit, hier einzuziehen. Noch liegt dafür keine Genehmigung vor. Doch seit Donnerstag haben sich die Chancen für eine Sondergenehmigung erhöht, bestätigt Stadtkämmerer Steffen Schulze. Bürgermeister Frank Steffen habe dem Investor mitgeteilt, dass sowohl die Stadtverwaltung, als auch die Abgeordneten den Einzug eines der Interessenten befürworten. Genehmigungsbehörde ist das Bauordnungsamt des Kreises Oder–Spree.
Hintergrund der bisher zögerlichen Haltung der Stadt ist, dass das Warensortiment der beiden Interessenten, darunter Haushaltswaren, Geschenkartikel und Güter des tägliches Bedarfs, laut dem städtischen Einzelhandelskonzept „innenstadtrelevant“ ist. Das heißt, im Regelfall sollten Anbieter solcher Sortimente in der City angesiedelt werden: Mit dieser Regelung soll innerstädtischer Leerstand vermieden werden.
Parkplätze breiter geworden
Doch für die infrage stehenden Handelsunternehmen sind die innerstädtischen Verkaufsflächen zu klein, sie streben eher auf Flächen, wie sie die außerhalb der City zu finden sind.
Vorbehaltlich der Entscheidung der Kreisverwaltung ist Investor Hannemann erleichtert, und das auch aus einem ganz pragmatischen Grund: „Noch habe ich die Handwerker vor Ort.“ Wenn die Genehmigung sich länger verzögern sollte, stehe zu befürchten, dass die Firmen, darunter einige regionale, abspringen. "Sie wissen, wie schwer es derzeit fällt, Handwerker zu bekommen.“