Erntefest
: Musik, Alttechnik und Riesenkürbis beim Erntefest

Mit Umzug, alter Technik, stimmungsvoller Musik und Freibier feierten in Tauche Anwohner und Gäste.
Von
Ruth Buder
Tauche
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  • Beim einstündigen Umzug anlässlich des 20. Erntefestes in Tauche wurden knapp 100 Bilder gezeigt und Freibier ausgeschenkt. Mittendrin der EKO-Spielmannszug mit seinen leuchtenden Uniformen und die Ostalgiegruppe "Ostmopeds".

    Beim einstündigen Umzug anlässlich des 20. Erntefestes in Tauche wurden knapp 100 Bilder gezeigt und Freibier ausgeschenkt. Mittendrin der EKO-Spielmannszug mit seinen leuchtenden Uniformen und die Ostalgiegruppe "Ostmopeds".

    Ruth Buder
  • Alexander Teichert und Sohn Tim kutschieren auf einem Trecker von 1936 einen Riesenkürbis von 260 Kilo durchs Dorf.

    Alexander Teichert und Sohn Tim kutschieren auf einem Trecker von 1936 einen Riesenkürbis von 260 Kilo durchs Dorf.

    Ruth Buder
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In den Pfannen brutzelt es bereits und die Frauen des Sportvereins verkaufen auf einem üppigen Büfett selbstgebackene Kuchen. Die Chefin von „Marions Bierstübchen“, Marion Seipolt, die zum 20. Mal das Erntefest organisiert hat, steht selbst an der Pfanne, um mit Sohn und Schwiegertochter, Kürbispuffer zu backen.

„Die hatten wir im vorigen Jahr schon und sie sind sehr beliebt“, weiß die 55–Jährige. 300 Kürbispflanzen mussten über den ganzen Sommer gewässert werden, deren stattliche Ernte nun in verschiedenen Größen, Formen und Mustern Günter Wunderlich verkauft. Lange kann Marion Seipolt nicht an der Pfanne stehen, denn auch sie muss sich fertig machen für den großen Umzug durchs Dorf. Vom geschmückten Wagen wird sie Freibier ausschenken, das Damen im Dirndl an die „Zaungäste“ verteilen. Hinter dem Bierstübchen haben sich die Fans der Alttechnik mit geschmückten Treckern und Erntemaschinen postiert. Darunter Axel Seeburg mit einer hölzernen Dreschmaschine aus dem Jahr 1936 und Alexander Teichert mit einem Traktor, Baujahr 1963.

Schwalbe und Star

Der Umzug, mittendrin der EKO–Spielmannszug, geht los. Mit dabei ist auch die Ostalgiegruppe „Ostmopeds“. „Ungefähr 20 Ostmopeds, ob Schwalbe oder Star, gibt es noch im Ort“, erklärt Doreen Jahn. Beim Festumzug mit knapp 100 Bildern fahren neben Doreen Jahn auch Jacqueline Simon, Christina Quartier und Katja Schubert als „Schwester Agnes“ mit. Eingereiht haben sich auch die Taucher FC–Bayern–Fans mit ihrem rot–weißen Trabi, Baujahr 1976. Auf der Kutsche hat der „Dorfschulze“, Amtsdirektor Gerhard Mai Platz genommen und winkt dem „Volk“ zu.

Weit angereist

„Das Taucher Erntefest ist inzwischen eine Traditionsveranstaltung, die nicht nur Einheimische sehr gut annehmen“, freut sich Mai. „Schauen sie sich die Autokennzeichen an.“ Irmgard und Harald Lauf aus Kamen im Raum Dortmund machen als bekennende Australien– und Ludwig–Leichhardt–Freunde oft in der Region Urlaub. Bein Erntefest sind sie zum ersten Mal. „Ganz toll, was hier auf die Beine gestellt wird“, loben sie unterm Regenschirm, denn der gesamte Umzug wird von Nieselregen begleitet.

„Es ist hier so unglaublich schön, alles wird so liebevoll vorbereitet“, lobt Rosi Höhn aus Neuzelle. Als Dankeschön übergibt sie der Organisatorin einen Beutel Äpfel aus ihrem Garten. „Das schaffe ich nur mit den vielen fleißigen Helfern, auf die ich mich jedes Jahr verlassen kann“, lobt Marion Seipolt, die die Helfer jedes Jahr anschließend zu einem Dankeschön–Fest einlädt.