Erste Hilfe in Beeskow
: Unterricht in der Notaufnahme – Chefarzt stellt Schülern Rettungsmaßnahmen vor

Zum ersten Mal fand der Aktionstag „Restart-a-heart-day“ in Beeskow statt. Schüler lernten dort, wie ein Mensch reanimiert werden kann. Denn zwischen Anruf und Eintreffen des Notarztes können entscheidende Minuten vergehen.
Von
Eric Voigt
Beeskow
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Am Dummy demonstriert der Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Mario Liese, den Schülerinnen und Schülern des Rouanet-Gymnasiums die Reanimation eines bewusstlosen Menschen.

Eric Voigt

Jährlich finden rund um den 16. November, im Rahmen des Restart-a-heart-day, europaweit Kurse zur Wiederbelebung und Reanimation statt. Dabei sollen Laien einen Herzstillstand erkennen können und lernen, welche Maßnahmen in einer solchen Situation sinnvoll sind. Dieses Jahr fand der Aktionstag das erste Mal auch in Beeskow statt.

Zwei Rettungsdienstsanitäter und der Chefarzt der Chirurgie, Dr. med. Mario Liese, haben an drei Tagen etwa 200 Schüler der achten und zehnten Klassen der Albert-Schweitzer-Oberschule und des Rouanet-Gymnasiums in Beeskow geschult. In halbstündigen Crashkursen konnten die Schüler den Notärzten erst zugesehen, und dann an den Dummys selbst probieren.

Für Notärzte und Sanitäter sind solche Aktionstage wichtig, denn bis sie nach dem 112-Anruf eintreffen, kann es bis zu 15 Minuten dauern. „Bereits nach fünf Minuten Herzstillstand sterben die ersten Gehirnzellen – bis zum Eintreffen des Notarztes hängt also das weitere Leben des Bewusstlosen an den Laien“, sagt der Chefarzt der Chirurgie.

Reanimations- und Erste-Hilfe-Kurse können dabei nachweislich die Überlebenschance deutlich steigern. Laut Chefarzt Liese kann allein durch die Laienausbildung eine 60- bis 70-prozentige Steigerung erzielt werden.