Familienzentrum Storkow
: Pippi Langstrumpf wird 80 – was rund um die Figur geplant ist

Bastelaktionen, eine ausgelassene Schatzsuche, Lesungen und laute Melodien – das Familienzentrum Storkow wirbelt mit Pippi Langstrumpf Staub auf.
Von
Jens Olbrich
Storkow
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Seinen Vorlesekoffer hat der Koordinator des Familienzentrums Storkow, Detlef Grabsch, stets einsatzbereit zur Hand. Die Schatzkiste für die anstehende Schatzsuche ist auch schon da.

Seinen Vorlesekoffer hat der Koordinator des Familienzentrums Storkow, Detlef Grabsch, stets einsatzbereit zur Hand. Die Schatzkiste für die anstehende Schatzsuche ist auch schon da.

Jens Olbrich
  • Familienzentrum Storkow feiert Pippi Langstrumpfs 80. Geburtstag mit vielfältigen Aktionen.
  • Schatzsuche, Bastelaktionen, Filmvorführung und Lesungen stehen im Mittelpunkt.
  • Pippi Langstrumpf wird als Vorbild für Kinder und ihre positive Botschaft hervorgehoben.
  • Aktionen finden vom 19. bis 26. September im Rahmen der interkulturellen Wochen statt.
  • Familienzentrum fördert frühzeitige Beschäftigung mit Literatur und Verleih von Kinderbüchern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Titelmelodie von Pippi Langstrumpf ist eingängig und klingt genauso lustig wie der Text, den die schwedische Autorin selbst schrieb. Der Wiedererkennungswert ist hoch, gerade auch für die, die Astrid Lindgrens Bücher nie lasen, jedoch die 1969 entstandenen Filme im „Westfernsehen“ sahen. Sie schwebten per Funk „durch den Äther“ über den Eisernen Vorhang auch auf die Ostseite des geteilten Landes. In der DDR war die Rebellin mit Sommersprossen bis 1975 verboten, weil die Geschichten über die aufmüpfige und unabhängige Göre nicht mit den pädagogischen Zielen der „hohen Genossen“ vereinbar waren.

Wie aktuell ist Pippi Langstrumpf heute? „Wir haben uns angeschaut, was von der damaligen Pippi heutzutage relevant sein könnte“, erklärt Detlef Grabsch vom Familienzentrum Storkow. Er meint, die Geschichten über sie seien einfach so anders, so wie Pippi Langstrumpf selber anders ist. Sie sei ein Vorbild, weil sie viele positive Eigenschaften in sich vereint, eine Genialität im Anderssein. Sie ermutige Kinder dazu, sie selbst zu sein, stolz darauf zu sein, wie sie sind, auch wenn sie anders sind. „Weil jedes Kind anders ist.“

Eigenschaften von Pippi Langstrumpf als Vorbild für Kinder

„Ihre Geschichten machen deutlich, wie wichtig es ist, an sich zu glauben und das Leben mit Neugier und Fantasie zu gestalten“, findet Detlef Grabsch. Die Reihe der vorbildhaften Eigenschaften, die er nennt, ist lang. Er nennt Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, Kreativität und Fantasie, Mut und Selbstbewusstsein, Freundschaft und Loyalität, Gleichberechtigung und Diversität, Humor und Lebensfreude und nicht zuletzt Kritik an Autoritäten und Mut zur Veränderung.

„Aus diesem Grunde haben wir gesagt, wir nutzen den 80. Geburtstag von Pippi Langstrumpf im Rahmen der interkulturellen Wochen im September“, kündigt der Leiter des Storkower Familienzentrums an. Astrid Lindgrens Heldin wird in der Zeit vom 19. bis 26. September bei verschieden Aktionen präsent sein. Beginnend mit dem Nachbarschaftsfest im Storchenviertel, „weil das da sehr schön multikulti zugeht“ und mit der Vorführung eines Pippi Langstrumpf Filmes auf der Burg Storkow sowie einer Schatzsuche.

Kinder dürfen Pippi-Langstrumpf-Auto bauen

Unter anderem zwei ganz engagierte Muttis helfen bei den Vorbereitungen, beim Legen richtiger und falscher Fährten als Hinweise für den richtigen Weg zum Schatz. Ähnlich wie bei der Häschen-Schule zu Ostern, wo das goldene Ei versteckt worden sei. „Das war für die Kinder total krass“, erinnert sich Detlef Grabsch. Am Sonntag gehe es weiter mit einem Hoffest auf der Burg. „Da haben wir einen Bastelstand, da wollen wir ein Pippi-Langstrumpf-Auto bauen“, verrät Grabsch. Ein „oller Bollerwagen“ soll umfunktioniert werden, in dem am Ende idealerweise zwei Kinder „hoch zur Bühne auf die Burg“ fahren.

Kontaktinformationen Familienzentrum Storkow (Mark)

15859 Storkow, Am Markt 13, Telefon: 033678 41 49 59 / Mobil: 0151 649 573 88 / E-Mail: elkizestorkow@gmail.com / Koordinator: Detlef Grabsch

In der Woche darauf packt Detlef Grabsch seinen Lesekoffer und macht sich auf, um in Storkower Kitas aus Pippi Langstrumpfbüchern vorzulesen. Begleitet wird er dabei von Prinzessin Lila. Sie sei für die Kinder ein Symbol. „Wenn Prinzessin Lila aufsteht und tanzt, dann tanzen alle Kinder mit“, weiß Grabsch aus Erfahrung. Spätestens wenn er die Titelmelodie aus dem Pippi Langstrumpf Film spielen würde, sei kaum damit zu rechnen, dass ein Kind sitzenbleiben werde.

Vorlesebücher für Kinder sind im Koffer und stehen im Regal

Gerade eben sei im Familienzentrum kein einziges Pippi Langstrumpf Buch mehr vorhanden. Alle seien vergriffen, er habe nachbestellen müssen. „Kinderbücher gehören nicht ins Regal, die gehören in die Kinderhände“, meint Grabsch. So sei das nicht nur mit den Pippi-Büchern, sondern auch mit den anderen Büchern im Familienzentrum. Trotz der unproblematischen Ausleihe der Bücher vergrößere sich der Bestand im Regal des Familienzentrums, dessen Tür für Kinder und Familien so gut wie immer offenstehen würde.

„Mein Vorlesekoffer steht griffbereit“, erklärt Detlef Grabsch. „Wir wollen, dass sich Kinder ganz früh mit Literatur beschäftigen, wir wollen, dass Eltern vorlesen.“ Die Pippi Langstrumpf Bücher, die er zum Vorlesen mit in die Storkower Kitas nimmt, verblieben anschließend dort. „So können die Erzieherinnen den Kindern weiter daraus vorlesen“, meint er. Oder auch Eltern, die sich das Buch ausleihen und daheim ihren Kindern daraus vorlesen.