Fastnacht
: Zampertouren wie im wilden Westen

Das Zampertreiben in der Region Beeskow geht weiter. Zu den Tanzrunden gibt es immer wieder lustige Programmeinlagen.
Von
Cindy Teichert
Beeskow
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  • Neuendorfer Fastnachtspower: Die Neuendorfer Fastnachtsgesellschaft beehrte nicht nur die Haushalte ihres kleinen Dörfchens, sondern besuchte traditionell auch die Bewohner der Beeskower Vorheide und des Wacholderrings.

    Neuendorfer Fastnachtspower: Die Neuendorfer Fastnachtsgesellschaft beehrte nicht nur die Haushalte ihres kleinen Dörfchens, sondern besuchte traditionell auch die Bewohner der Beeskower Vorheide und des Wacholderrings.

    Cindy Teichert
  • Toll gebastelt: Die Ahrensdorfer präsentieren im Gasthaus Fünfhausen ihren Kelly-Bus, den sie für die Fastnacht selbst gebaut hatten.

    Toll gebastelt: Die Ahrensdorfer präsentieren im Gasthaus Fünfhausen ihren Kelly-Bus, den sie für die Fastnacht selbst gebaut hatten.

    Cindy Teichert
  • Tanzen zwischen Leergutabgabe, Blumen und Kasse: Die Lindenberger Zampergesellschaft macht auch bei Edeka Station.

    Tanzen zwischen Leergutabgabe, Blumen und Kasse: Die Lindenberger Zampergesellschaft macht auch bei Edeka Station.

    Cindy Teichert
  • Generation Netflix: Juliette, Steffi, Natalie, Bella, Lutz, Katja und Gerd mimten bei der Stremmener Fastnacht einen Teil der Bankräuber-Bande der spanischen Netflix-Serie "Haus des Geldes".

    Generation Netflix: Juliette, Steffi, Natalie, Bella, Lutz, Katja und Gerd mimten bei der Stremmener Fastnacht einen Teil der Bankräuber-Bande der spanischen Netflix-Serie "Haus des Geldes".

    Cindy Teichert
  • Zampern in Merz: Die Merzer schunkelten im Takt der Blasmusik, gespielt von den Lieberoser Musikanten, durch ihr Dorf. Erstmals fand die Abendveranstaltung in einer Scheune statt.

    Zampern in Merz: Die Merzer schunkelten im Takt der Blasmusik, gespielt von den Lieberoser Musikanten, durch ihr Dorf. Erstmals fand die Abendveranstaltung in einer Scheune statt.

    Cindy Teichert
  • Erinnerung an die 1970er-Jahre: Anke Zilske, Jürgen Jähnig, Silke Seidel, Moppi und Cornelia Kopca zamperten in bunten Kostümen durch Ahrensdorf und erinnerten stark an Abba und Co.

    Erinnerung an die 1970er-Jahre: Anke Zilske, Jürgen Jähnig, Silke Seidel, Moppi und Cornelia Kopca zamperten in bunten Kostümen durch Ahrensdorf und erinnerten stark an Abba und Co.

    Cindy Teichert
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In einem himmelblauen Trabant reisten die Oder–Spree–Musikanten, in Ahrensdorf ein, um das Zampervolk musikalisch zu begleiten. Am Abend wurden sie von „Peats Partyband“ abgelöst. Natürlich hatten die Ahrensdorfer wieder ein schönes Programm einstudiert. In diesem Jahr nahmen sie das Publikum als Kelly Family in ihrem Bus mit auf ihre Reise durch Europa. Und während man sich in Ahrensdorf auf eine musikalische Zeitreise begab, ging es in Neuendorf nach dem Zampern mit den Gaudi Buam auf eine geschichtliche Reise. „30 Jahre Mauerfall“ lautete das Motto des Abends. Beginnend beim Frühstück an diesem grauen Novembertag mit original Radioansagen bis zum Mauerfall am Abend, den wir — zumindest wenn wir auf die Neuendorfer Version vertrauen dürfen — natürlich David Hasselhoff zu verdanken haben.

Dass wir, obwohl vor 30 Jahren die Mauer fiel, noch „Im Wilden, Wilden Osten“ leben, bewiesen die Merzer. Erstmals feierte man in diesem Jahr in einer großen Scheune, bereitgestellt von Familie Kotzan. Diese wurde zünftig im Western Style ausgeschmückt. André Lehmann von den Lieberoser Musikanten gefiel das neue Ambiente in Merz. „Die Stimmung beim Zamperauftakt war in der Scheune besser als im Zelt“ stellte er fest. Am Abend legte dann DJ Udo Schulze auf. Mehrere Line Dance–Einlagen griffen das Western–Motto wieder auf. Einstudiert hat die Tänze Karin Göhler mit dem Fastnachtsvolk. „Dafür und für ihre Geduld mit uns möchten wir uns bedanken“ sagte Christina Bernhardt.

Mit den Zeisigberger Musikanten zamperten die Stremmener durch ihr Dorf. Vor allem die Jugend ist dort stark auf dem Vormarsch und zieht sowohl beim Zampern, als auch am Fastnachtsabend viele ihrer Generation mit. Beim abendlichen Tanz mit der VOX–Band war in den letzten Jahren so ein starker Besucheranstieg zu verzeichnen, dass man nun ein größeres Zelt stellen musste.

Eine Woche vor ihrem eigentlichen Termin starteten die Lindenberger ihre erste Zamperrunde. Der Grund war der Ausfall der Stammkapelle für die Zampertour südlich der Bahnlinie, die traditionell am letzten Januarsamstag stattfand. Mit der Kleinen Lubolzer Blasmusik bekam man kurzfristig noch würdigen Ersatz, musste aber das Zampern eine Woche vorverlegen. „Wir bedanken uns bei den Anwohnern, die sich alle gut darauf eingestellt und die Türen für uns geöffnet haben“ so Doreen Wollenberg. In Lindenberg geht das Fastnachtstreiben in den kommenden Wochen weiter. Nächster Höhepunkt ist der erste Fastnachtsabend mit „Elektra 68“ am Samstag in der Gaststätte Görsdorf.