Festtagsstimmung: Burgweihnacht mit Kunst und Plätzchen in Beeskow
Die Augen von Arnold Bischinger strahlten am Sonnabend auf dem großen Familiennachmittag der Burg Beeskow: „Das war heute mit gefühlten rund 800 Gästen der Besucherrekord dieser Veranstaltung.“ Hof und Haus waren den ganzen Nachmittag voller Leute. „Der Saal war zu den stündlichen Veranstaltungen voll, und wenn man raus auf den Hof gekommen ist, war da auch alles voll“, begeisterte er sich zusammen mit Hans Böhm, dem Vorsitzenden des Fördervereins Burg Beeskow. Dieser Erfolg sei nur möglich durch ein großes Zusammenspiel von Burg und Förderverein, waren sich beide einig, wobei sie ebenso dem milden, trockenen Wetter dankten. Auch sei das Konzept aufgegangen, stündlich eine Veranstaltung im großen Saal anzubieten. „Da gibt es noch Potential für das Familienfest im nächsten Jahr“, wagt Bischinger einen Blick in die Zukunft. „Ideen dafür haben wir schon.“
Das Familienfest in der Vorweihnachtszeit gehört mit der Walpurgisnacht zu den zentralen Veranstaltungen des Burgfördervereins seit dessen Gründung 1992. Von den aktuell 82 Mitgliedern, die überwiegend älter als 50 Jahre sind, haben sich am Sonnabend 17 aktiv beteiligt. Das prominenteste Mitglied, das dabei Küchendienst schob, war Landrat und Vorstandsmitglied Rolf Lindemann. Er wurde beim Abwaschen tatkräftig von Hermann Diestelkamp aus Sawall unterstützt. Manuela Heuer und Pierre Labahn standen am Bratwurststand. Christa Doering hatte mit Rosemarie Jurisch und Mario Gehringer das Plätzchenbacken mit Kindern übernommen. Dazu kamen Kuchenspenden von weiteren zehn Mitgliedern des Fördervereins, und so konnte mit Hilfe unter anderen durch Ingrid Böhm und Anne–Katrin Claus am Buffet sowie dem Kuchenstand des Rouanet–Gymnasiums in der Burg ein gemütliches Café auf Zeit entstehen, in dem reichlich Backwaren zur Auswahl standen.
Vom Burgteam waren neun Helfer im Einsatz, an der Spitze Arnold Bischinger, den man zeitweise auch mit Küchenschürze sehen konnte. Neu dabei waren bei diesem Familiennachmittag neben den Gymnasiasten auch Schüler der Albert–Schweizer–Oberschule. Sie boten an ihrem Stand Selbstgebasteltes zur Weihnachtszeit feil. Wie immer war auch Klaus Schuster dabei, der mit Ehefrau Regina in Grunow einen Bücherschuppen betreibt. Die 130 Euro, die er zum Familiennachmittag eingenommen hatte, gab er für das Theaterprojekt mit Kindern und Jugendlichen der Burg an Hans Böhm weiter.
Die Programmvielfalt wächst
Wie der Vorsitzende erläuterte, betrifft der Hauptsatzungspunkt die Förderung von Kunst und Kultur auf der Burg, zum Beispiel durch Beantragen von Fördermitteln. „Wir dürfen für Projekte der Burg Spenden von Firmen und Privatpersonen einnehmen und Spendenquittungen ausstellen“, sei wichtig zur Erfüllung der Ziele des Vereins.
„Von Jahr zu Jahr sei konnten wir das Kulturprogramm zum Familienfest reichhaltiger gestalten“, hat Hans Böhm zufrieden festgestellt. Die Bläser der Kreismusikschule sind immer dabei. In diesem Jahr wurde das Burg–Kinderensemble „Treffpunkt Bühne“ von Helene Radam begeistert vom Publikum angenommen. Einige Mitglieder der neuen Kunstwerkstatt, unter ihnen Angelika Kärger aus Merz und Heidemarie Klaue aus Lieberose, malten mit Kindern im Atelierhaus Weihnachtskarten.

