Fußball
: Beeskower geben die Rote Laterne ab

Mit einem 3:0 über die SG Niederlehme gelingt den Preußen der zweite Saisonsieg.
Von
Helmut Musick
Beeskow
Jetzt in der App anhören

Kann wieder etwas optimitischer dreinblicken: Beeskows neuer Trainer Björn Becker

Alexander Winkler

Aus einer dichtgestaffelten Abwehr heraus versuchten die Gastgeber Sicherheit in ihr Spiel zu bringen und über Konter den Erfolg zu suchen. Und dieses Konzept ging auf: „Die Mannschaft hat das gespielt, was wir mit dieser Formation vorhatten und hat sich letztlich selbst belohnt“, sagte der neue Beeskower Co–Trainer Frank Wilde nach dem Abpfiff hörbar erleichtert.

Die ersten Chancen hatten indes die Gäste, scheiterten mit ihren Schüssen aber an Keeper Pascal Jedro (2., 5.). Mehr ließen die Beeskower zunächst nicht zu und versuchten nun ihrerseits Akzente zu setzen. Nach knapp einer halben Stunde fuhren sie einen sehenswerten Gegenangriff über Sebastian Busse und David Stark, der in der Mitte Jan Röhle fand – und es hieß 1:0 für das Schlusslicht (28.).

Max Rosengart hatte gleich zweimal die Möglichkeit zu erhöhen, aber erst klärte Florian Keitsch im Gästetor großartig (34.), und nur eine Minute später drosch der Angreifer den Ball über den Kasten. Kurz vor der Pause stand dann nochmals der 20–jährige Jedro im Mittelpunkt, klärte aber gleich im Doppelpack mit Bravour (41.).

Jan Röhle trifft erneut

In Hälfte zwei drückten die favorisierten Niederlehmer auf den Ausgleich, die Preußen–Abwehrreihe und ein glänzend aufgelegter Pascal Jedro setzten aber immer wieder ein Stoppzeichen. Dann marschierte Rosengart über die rechte Seite, Röhle erlief seine gute Flanke  und köpfte gegen die Laufrichtung von Keitsch unhaltbar ein (66.).

Die Randberliner gaben sich zwar noch lange nicht geschlagen, aber die Preußen verteidigten den Vorsprung wacker und setzten mit dem 3:0 in der 85. Minute durch Denny Stark den würdigen Schlusspunkt. Sein jüngerer Bruder David spielte dabei seine ganze Schnelligkeit aus, passte von der Grundlinie  scharf nach innen, wo der Oldie verwandelte. „Der Sieg für die Beeskower geht vollauf in Ordnung. Wir haben es heute nicht geschafft, die gegnerische Abwehr zu überwinden und uns dann die Konter eingefangen“, bilanzierte ein enttäuschter Gäste–Trainer Stephan Rosenberg.

Müllroser SV ist Tabellenletzter

Für die Kreisstädter psychologisch mindestens genauso wichtig wie der erste Heimsieg ist, dass sie auch die Rote Laterne abgegeben haben, die nach dem 1:2 im Derby bei Blau–Weiss Markendorf nunmehr beim Müllroser SV leuchtet.