Fußball: Beeskower gewinnen Derby in Storkow

Duell im Mittelfeld: Beeskows Michael Ulbrich (links), Torschütze zum 1:0, im Zweikampf mit Dominic Bracki
Janine KieshauerMit dem erwarteten Gästesieg endete das Derby zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Landesklasse Ost. Diefavorisierten Preußen aus Beeskow setzten sich bei Schlusslicht Storkower SC mit 3:1 (1:0) durch und sind durch den zeitgleichen Punktverlust des FSV Luckenwalde II – 1:1 gegen die SG Bruchmühle – dank derbesseren Tordifferenz nunmehr Tabellenzweiter.
„Derbysieg, Derbysieg“ jubelten die Gäste, nach dem Abpfiff im Kreis tanzend, auf dem Sportplatz Karlslust. „Das war ein guter Auftakt in die zweite Halbserie. Und ich denke, am Ende auch ein verdienter Sieg“, zeigte sich Trainer Robert Fröhlich sichtlich zufrieden. Storkows Bernd Witzke – der Co-Trainer vertrat den krankheitsbedingt fehlenden Jochen Meyer an der Seitenlinie – sah das ein weniganders: „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Wenn wir nach dem Ausgleich unsere Chancen genutzt hätte, wäre das Spiel sicher anders gelaufen.“
Zu Beginn des gut besuchtenDerbys setzten die Gastgeber die Akzente. Preußen-Keeper Marcus Korn musste nach sechsMinuten erstmals im Fünfmeter-raum eingreifen, ein Schuss von Beeskows Raphael Schneideraus rund 16 Metern Entfernungging knapp über den Kasten. Im Anschluss verfehlte ein SSC-Freistoß von Dominic Brackiknapp das gegnerische Gehäuse (16.). Und nur eine Minute später hatte Jan Haupt die Storkower Führung auf dem Fuß, als ihn ein langer Ball aus dem Mittelfeld im Strafraum erreichte, er aber freistehend das Spielgerät nicht richtig traf.
Danach spielte sich die Partie meist im Mittelfeld ab, wobei sich beide Mannschaften zahl-reiche Fehlabspiele leisteten – viel Kampf und etliche Fouls waren die Folge. Die erste richtig gute Möglichkeit hatten die Preußen nach ihrer ersten Ecke, doch Tim Schloddarick verpasste den Kopfball knapp (20.). Sieben Minuten später machte es Michael Ulbrich dann aberbesser: Nach einem Freistoß von David Stark köpfte der Stürmer aus etwa sieben Metern zur Gäste-Führung ein.
Die Beeskower bekamen jetzt Oberwasser. Aber Stark schlug nach einer Ulbrich-Flanke im Strafraum über den Ball (29.) und scheiterte aus Nahdistanz am Storkower Schlussmann Thiemo Fey (32.). Drei Minuten vor dem Pausenpfiff verfehlte ein Schneider-Schuss das Tor.
Die Gastgeber kamen mit sichtlich mehr Schwung aus der Kabine – und durch Haupt zum schnellen Ausgleich: Korn hatte den Ball prallen lassen und der Stürmer staubte ab (47.). Jetzt war der SSC am Drücker und drängte auf die Führung. Die sahen die Gastgeber bereits zwei Minuten später, als Paul Lehmann nach Flanke von MarcEwler zum Kopfball kam und der Preußen-Keeper den Ball unter sich begrub – nach Ansicht der Storkower hinter der Tor-linie. Doch Schiedsrichter Tobias Kastner sah das anders.
Danach verfehlte ein Schuss von Christian Sergel das Bees-kower Tor, dann parierte Korn einen Bracki-Versuch. Und nach einer Stunde kamen die nervös wirkenden Gäste wieder besserzum Zug. Fey wehrte einen Schneider-Schuss per Fuß ab (60.), ein Ulbrich-Kopfball strich knapp vorbei (66.), und dann versuchte sich der Torschütze nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld mit einem Heber aus 17 Metern – drüber.
Mit einem Doppelwechsel in der 70. Minute und der Umstellung auf eine Dreierkette wollten die Preußen gegen die hoch stehenden Gastgeber Überzahl im Angriff schaffen. Und das sollte schon zwei Minuten später Wirkung zeigen – allerdings unter Mithilfe von SSC-Keeper Thiemo Fey. Der schlug vor dem Strafraum über den Ball, denSchneider zum 2:1 für die Gäste einschob. Der eingewechselte Max Rosengart schließlich stellte per Kopfball nach einer erneuten Flanke von David Stark den Endstand her (77.). Die Angriffsversuche der Storkower brachten nichts Zählbares mehr.
„Trotz der Niederlage kann die Mannschaft auf dieser Leistung aufbauen. Das war deutlich besser als in den Vorbereitungsspielen, aber an der Chancenverwertung müssen wir arbeiten“, resümierte Witzke. Das sah auch Preußen-Coach Fröhlich so, freute sich aber über die drei Punkte und die „gute Arbeit“ seiner Jungs.