Fußball
: Gastgeber im Preußen-Derby vorn

Die Preußen-Fußballer von Bad Saarower gewinnen das Heimderby gegen ihren Ortsnachbarn Beeskow mit 2:0.
Von
Helmut Musick
Bad Saarow
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Ball abgeschirmt: Bad Saarows René Hoffmann, der das 1:0 für die Gastgeber per Elmeter schoss, setzt sich gegen den Beeskower Johannes Zillmann, dahinter dessen Teamkollege und Spielführer Jan Röhle.

Alexander Winkler

Die Fußballer von Preußen Bad Saarow haben das Derby in der Landesklasse Ost gegen Preußen Beeskow mit 2:0 (1:0) gewonnen. Sie nahmen damit in dem Nachbarschaftsduell Revanche für die 1:6-Hinspielpleite.

Am Ende war es ein verdienter Sieg der Gastgeber im Preußen-Derby. Die ganz großen Torraumszenen blieben in dieser mit Spannung erwarteten Partie allerdings aus.

Das Spiel plätscherte im Mittelfeld so vor sich hin und war geprägt von vielen Fehlpässen und kleinen Unzulänglichkeiten beider Mannschaften. Die Gäste hatten Glück, dass Torhüter Marcus Korn gleich mehrere verunglückte Rückpässe seiner Vorderleute in der ersten Halbzeit ausbügeln konnte. Klare heraus gespielte Torchancen blieben auf zunächst aus.

Aber es gab ja noch den Schiedsrichter. Nach einem weniger gefährlichen Eckball der Gastgeber kam etwas abseits des eigentlichen Geschehens ein Saarower Spieler nach einem lauten Schrei zu Fall. Zur Verwunderung vieler, zeigte dieser unmissverständlich auf den Punkt. „Ich saß auf der Bank zu weit weg um die Szene beurteilen zu können“, sagt Saarows Trainer Thomas Tretschok. „Doch keiner meiner Spieler hat in der Kabine von einem heraus geholten Elfmeter gesprochen.“ Oldie René Hoffmann ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher – 1:0 Saarow (21.).

Statt zu antworten, waren die Gäste aus Beeskow jetzt völlig von der Rolle. Ihre Angriffsaktionen waren zumeist nur Stückwerk, vor dem dichten Saarower Abwehrriegel war Schluss. Torabschlüsse wurden zur Seltenheit, so dass Keeper Tommy Zinke einen ruhigen Nachmittag hatte. Die ungefährlichen hohen Bälle pflückte er ohne große Mühe herunter.

In der zweiten Halbzeit wollten die Kreisstädter natürlich das Blatt noch wenden, was in der Anfangsphase auch ansatzweise zu sehen war. Das Team von Trainer Robert Fröhlich machte jetzt mehr Druck auf das Gastgebertor, rein spielerisch kam aber wenig zustande. Nach einer schönen weiten Flanke von Johannes Zillmann sprang Michael Ulbrich der Ball etwas zu weit vom Fuß, so dass Zinke klären konnte. Hier waren aber schon 66 Minuten gespielt.

Im Bemühen, wenigstens noch ein Unentschieden zu erreichen, mussten die Beeskower kurz vor Schluss dann sogar noch das 2:0 hinnehmen. Ein Freistoß der Gastgeber wurde in den Beeskower Strafraum geschlagen, der Ball kam dort noch mal auf und fand dann irgendwie den Weg zu Stefan Hoppe, der zum Endstand traf (88.).

Die Saarower jubelten am Ende über den Dreier, der ihnen etwas Luft nach unter verschaffte.  "Es war kein schönes Spiel beider Mannschaften. Wir brauchten unbedingt die Punkte und ich denke, wir haben verdient gewonnen,“, sagte Trainer Tretschok. Der Beeskower Coach Fröhlich war nach der Partie erst mal etwas sprachlos, erklärte aber knapp.“ Das war ein grottenschlechtes Spiel meiner Mannschaft. Es fehlte bei fast allen an der richtigen Einstellung. So kann man im Fußball kein Spiel gewinnen.“

Nun erwarten die Beeskower am Sonnabend, diesmal bereits um 11 Uhr, Grün-Weiß Union Bestensee. Die Saarower müssen dann vier Stunden später beim Tabellennachbarn SG Niederlehme ran.

Preußen Bad Saarow: Tommy Zinke – Thomas Bemmann (62. Koray Buley), Max Süßenbach, Stefan Hoppe, Paul Zucker (86. Lucas Lüttschwager), Christian Dobberack, Christian Schneider, Jannik Rottenberg (77. Jamie Mc Ewan),David Dürre, Tim Strey, René Hoffmann

Preußen Beeskow: Marcus Korn – Eric Melchert, Raphael Schneider, Oliver Jakopaschke (55. Marten Kläber), Jan Röhle, Michael Ulbrich, Nico Michaelis, Johannes Zillmann, Max Rosengart, Marcel Vorndamm (32. Silvio Lehmann), Tim Schloddarick

Schiedsrichter: Patric Schwarz (Seelow) – Zuschauer: 67