Fußball: Junges Team muss sich finden

Chefcoach Robert Fröhlich (links) hat mit dem ehemaligen Spieler René Krabe einen neuen Co-Trainer.
Roland HankeViele junge Spieler aus den eigenen A–Junioren, die zum Teil auch dort noch eingesetzt werden können, sind dabei. „Die Mannschaft hat einen Altersdurchschnitt von 21,54“, sagt Fröhlich. Dabei ist Jan Röhle mit seinen30 Jahren einer der ältesten Akteure. Deshalb sollen jetzt auch Jüngere mehr Verantwortung übernehmen, denn Röhle will nicht mehr Kapitän sein. „Es sind gute Leute im Team, die das machen können. Ich muss mich jetzt mehr um Haus und Hof kümmern“, erklärt er.
Vom Spielfeld auf die Bank
Die Seite gewechselt hat der ein Jahr ältere René Krabe, der neuer Co–Trainer von Fröhlich ist. „Nach meiner vorigen Verletzungssaison mit einem schweren Knorpelschaden am rechten Knie kann ich nicht mehr Fußball spielen“, sagt Krabe, der vor rund einem Monat von Berlin zurück nach Beeskow gezogen ist und auch dort arbeitet. „Ich freue mich schon auf mein Debüt an der Seitenlinie und will in etwa einem halben Jahr auch die Trainerlizenz machen.“
Robert Fröhlich freut sich ebenso auf seinen neuen Mitstreiter auf der Bank. Zugleich machte er den Spielern in einer kurzen Ansprachen nach Abschluss des Trainingsauftakts am Montagabend im Sport– und Freizeitzentrum klar, dass Krabe jetzt nicht mehr der Mitspieler oder Kumpel ist und „dass sein Wort ebenso gilt wie meines“. Mit Marcus Korn, der als Keeper wie Offensivspieler Michael Ulbrich zur Spielgemeinschaft Jamlitz/Lieberose in die 2. Kreisklasse Südbrandenburg gewechselt ist, gibt es bei den Preußen zudem einen neuen Torwarttrainer.
Ebenfalls nicht mehr im Team sind Tim Schloddarick, der zu Brandenburgligist Grün–Weiß Lübben ging, sowie Nico Michaelis (Auslandssemester) und Hannes Wilde (Studium), der aber weiter für die Beeskower spielberechtigt ist. Dafür zieht der Preußen–Coach seinen Hut vor David Stark, dass dieser dem Team treu bleibt. „Viele Vereine waren an David dran, der das Zeug dazu hat, höherklassig zu spielen. Doch er hat sich glücklicherweise für uns entschieden.“
Neu dabei beziehungsweise zurück bei den Preußen sind die Torhüter Pascal Jedrow (FSV Groß Leuthen/Gröditsch), Tim Preuß (eigene A–Junioren, beide 19) und Sebastian Schmidt. Hinzu kommt ein halbes Dutzend 18–Jährige aus dem eigenen Nachwuchs: Marten Kleber, der schon in der Rückrunde der vergangenen Saison in der Landesklasse spielte, Marvin Baatz, Leon Hotzahn, Moritz Krüger, Niklas Lanzke und Paul Zillmer (nach Pause) sowie der ein Jahr ältere Anton Ollesch von den A–Junioren des FC Eisenhüttenstadt. Also zehn Neue, zu denen sich noch einige aus der wegen Spielermangel abgemeldeten Zweiten gesellen werden.
Trainer sieht schwere Saison
„Wir müssen uns wieder neu finden, Spaß am Fußball haben und eine gute Truppe mit Herzblut. Hingabe und Leidenschaft werden, so wie wir das zuletzt in der Hinrunde Saison waren“, betont Robert Fröhlich, der mit der zweiten Halbserie und Platz 9 am Ende überhaupt nicht zufrieden war. „Das wird eine sehr schwere Saison. Unser Ziel kann nur lauten, von Beginn an nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Und dafür müssen wir die Jungen so schnell wie möglich integrieren und zu einem Team zusammenwachsen.“
Der Trainer, der seine dritte Saison bei den Kreisstädtern in Angriff nimmt, hofft auch darauf, dass sich neben dem Platz in der Abteilung Fußball der Preußen etwas tut. „Ich könnte jeweils dreimal einen Karsten Krüger und einen Helmut Musick gebrauchen, die uns sehr unterstützen.“ Die Abteilung müsse sich weiterentwickeln. „Zum Beispiel wäre eine Sportlicher Leiter nicht schlecht.“
Das erste von insgesamt sechs Testspielen bestreiten die Preußen bereits heute Abend, 19 Uhr, daheim gegen Ostbrandenburgligist 1. FC Frankfurt II.