Fußball: Neues System geht nicht auf Anhieb auf

Bei den Preußen in guten Händen: der Kameruner Pierre Rodrigue Ebongue, Neuzugang beim MTV Wünsdorf, im Visier der Beeskower Tim Schloddarick (links) und Hannes Wilde
Andreas HoffmannDer Sieg über den Tabellenvorletzten fiel den Kreisstädternallerdings schwerer als erwartet. „Die Wünsdorfer haben wieschon zuletzt der Storkower SC gut dagegen gehalten“, lobte Robert Fröhlich. „Ihnen ist es gelungen, im Mittelfeld eine Überzahl zu schaffen, das konnten wir nicht richtig unterbinden“, sagte der Preußen–Trainer. "Am Sechzehner allerdings war Schluss,richtig gefährlich waren die Gäste nicht.“
Dabei hatte der MTV zur Winterpause mit dem Kameruner Pierre Rodrigue Ebongue einen Ex–Profi verpflichtet, der unter anderem beim südafrikanischen Erstligisten Bay United und beim ASC Daco–Getica Bukarest in der 1. rumänischen Liga spielte, seit 2014 für den VfB Hohen–leipisch in der Brandenburg– und der Landesliga aktiv war. Der 31–Jährige versuchte zwar, offensiv Akzente zu setzen, war bei den Beeskowern aber meist in guten Händen.
In der ersten Halbzeit hatte Fröhlich eine neue taktische Formation ausprobiert — hinten mit einer Dreier–Abwehr, davor ein Sechser, in Mittelfeld und Angriff zwei weitere Dreierketten –, „aber wir haben das nicht wirkungsvoll umsetzen können. Nicht zuletzt wegen der Platzverhältnisse war unser Passspiel zu schlecht, und dann haben wir vorn auch die Räume selbst viel zu eng gemacht“, musste der engagierte Trainer einsehen.
So ging es mit einem 0:0 in die Pause — auch, weil Schiedsrichter Schiedsrichter Oliver Dzewior den Gastgebern in Person von Max Rosengart einen frühen Elfmeter verwehrt hatte (10.). Selbst Gästetrainer Ronald Mersetzky musste zugeben, dass sich seine Mannschft da über einen Pfiff nicht hätte beklagen können.
Nach dem Wechsel zog Fröhlich seinen Sechser Silvio Lehmann auf rechts zurück in die Viererkette und beorderte Raphael Schneider ins Mittelfeld. Dieser war es auch, der das 1:0 durch den schnellen David Stark vorbereitete, der die komplette MTV–Deckung überlief (68.).
Die Gäste gaben sich aber nicht geschlagen, brauchen sie doch jeden Punkt im Abstiegskampf. Erst eine Minute vor dem Ende sorgte der eingewechselte Johannes Zillmann nach einer Ecke für die Entscheidung. „Für ihn freut mich das besonders. Zille war lange krank, hatte sich aber für die Bank bereit erklärt“, lobte Robert Fröhlich den 27–Jährigen, für den es der Premierentreffer war.