Fußball: Preußen Beeskow fehlt die Durchschlagskraft

Beeskows David Stark (rechts) behauptet gegen die Peitzer Jens Neubert (links) und Peter Bresinski den Ball.
Andreas HoffmannAnders präsentierten sich dagegen die Gäste: Mit ihrer ersten Möglichkeit überhaupt erzielten sie in der 16. Minute das 1:0 durch Robert Brandt. Im Vorwärtsgang hatten die Beeskower den Ball verloren, den die Eintracht über links sofort in die Mitte spielten, wo gleich zwei Angreifer lauerten. Brandt verwandelte ohne Mühe.
Ausgleich per Handelfmeter
Die Beeskower spielten zunächst aber unbeeindruckt weiter nach vorn – und hatten Erfolg. Bei einem Handspiel im Gästestrafraum entschied Schiedsrichter Tobias Kastner aus Eisenhüttenstadt sofort auf Elfmeter. David Stark schnappte sich den Ball und traf sicher zum 1:1 (23.). Die Freude der Gastgeber währte aber nicht lange. Einen Freistoß von Robert Borchardt köpfte Jens Neubert völlig freistehend zur erneuten Peitzer Führung ein (29.). Unermüdlich rannten die Preußen auf dem tiefen Boden an und erkämpften sich auch weitere Möglichkeiten. So verfehlte ein Schuss von David Stark aus Elfmeterposition das Tor (39.). Und nur wenig später wurde ein Versuch von Denny Stark auf der Torlinie aufgehalten (42.).
So entwickelte sich in der zweiten Hälfte auf dem rutschigen Untergrund das erwartet schwere Spiel. Nach einem langen Ball des Gegners ließen die Preußen Niclas Straube aus der Drehung zum Schuss kommen – 1:3 (53.). Dennoch gab sich die Mannschaft nicht auf, stemmte sich weiter gegen die drohende Niederlage. Nach einer Ecke hatten die Gäste Glück und konnten den Ball gerade noch von der Linie kratzen, den Konter parierte Preußen-Torwart Pascal Jedro klasse gegen Straube (67.).
Die Hoffnung schwindet
Danach setzten die Beeskower zum letzten Aufbäumen an. In der 74. Minute verpassten gleich mehrere Spieler eine scharfe Eingabe im Strafraum. Wenig später strich ein Schuss von Jan Röhle nach Flanke von David Stark nur knapp am Peitzer Tor vorbei. Da waren aber schon 80 Minuten gespielt. So schwand die Hoffnung auf etwas Zählbares allmählich. In der Nachspielzeit versuchte es Denny Stark noch einmal, aber auch sein Ball verfehlte den Kasten. Schließlich machte Brandt per Konter mit seinem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf.
Frank Wilde, der zusammen mit Björn Becker die Preußen trainiert, war enttäuscht: „Die Mannschaft hat auf dem schweren Boden alles versucht. Ballverluste im Vorwärtsgang und Abwehrfehler führten aber zu den Gegentoren. Und im Angriff fehlt uns ein richtiger Vollstrecker.“ In der Winterpause gilt es nun neue Kraft zu tanken, um in der zweiten Halbserie vielleicht doch noch genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Statistik
Preußen Beeskow Pascal Jedro – Moritz Krüger, Eric Melchert (32.Sebastian Busse), Frank Schrobbach (64. Björn Becker), Johannes Zillmann, – Jan Röhle, Hannes Wilde – David Stark, Philipp Becker, Denny Stark – Max Rosengart,Schiedsrichter: Tobias Kastner (Eisenhüttenstadt) – Zuschauer: 43