Fußball
: Punkteteilung im Spitzenspiel

Preußen Beeskow schafft in der Spitzenpartie der Fußball-Landesklasse Ost ein Remis. Der Vierte spielte 2:2 gegen den Dritten Luckenwalde II.
Von
Helmut Musick
Beeskow
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Duell auf Augenhöhe: Beeskows Raphael Schneider (links), der das zwischenzeitliche 2:0 erzielte, hat im Zweikampf mit dem Luckenwalder Adrian Schmidt das Nachsehen.

Andreas Hoffmann

In einer spielerisch gutklassigen Partie im Sport- und Freizeitzentrum mussten die Preußen nach einer 2:0-Pausenführung in der zweiten Halbzeit noch den Ausgleich hinnehmen. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre der Sieg möglich gewesen.

Der Beeskower Trainer Robert Fröhlich konnte nach dem Spiel dennoch stolz auf seine Mannschaft sein: „Ein großes Lob an die gesamte Mannschaft. Endlich haben wir wieder einmal Fußball gespielt. Leidenschaft, Ehrgeiz und Feuer waren in der Partie zweier gutklassiger Mannschaften. Nutzen wir unser eindeutiges Chancen-Plus besser, so wäre der Sieg möglich.“

Obwohl in Folge der vielen Ausfälle erneut die gesamte Mannschaftsaufstellung verändert werden musste, war dem jungen Preußen-Team nicht anzumerken, dass es in dieser Formation noch nicht zusammenspielte. Jeder kämpfte für den anderen –– und das alles mit der Einstellung, einen Heimsieg landen zu wollen.

Die erste Chance hatten die Gäste. In der 4. Minute konnte Sebastian Gottschall aber im letzten Moment klären. Im Konter hatten die Preußen die Chance durch Raphael Schneider, der beim Abschluss den Ball nicht richtig traf (6.). Es ging im Zwei-Minuten-Takt weiter. Nach einem schönen Zusammenspiel der Beeskower vergab Max Rosengart allein vor Torhüter Sandro Soraru die Führung (8.).

Das Spiel wogte schon in der Anfangsphase auf und ab. Beide Teams schenkten sich nichts, wobei die spielerischen Akzente auch nicht zu kurz kamen. In der 31. Minute setzte sich David Stark gekonnt durch, seinen Schuss parierte Gäste-Keeper Soraru. Wenig später belohnten sich die Gastgeber dann doch. Peter Lassek spielte auf Stark, Letzterer passte in die Mitte und Rosengart verwandelte (37.). Ein schöner Spielzug der Preußen fand den Erfolg.

Und die wollten nachlegen. Ein Schuss von Stark wurde zur Ecke gelenkt (39.). Kurz vor dem Pausenpfiff trafen die Preußen dann dochg. Tim Schloddarick schlug einen weiten präzisen Ball auf Schneider und dieser verwandelte, ohne den Gästetorwart eine Chance zu lassen (45.). Mit 2:0 wurden dann auch die Seiten gewechselt.

Nach dem Wiederanpfiff suchten  die Beeskower die Entscheidung. Schneider flankte, Stark legte nach innen ab, dort war Rosengart zur Stelle, der das Spielgerät aber aus zwei Metern senkrecht nach oben schlug (53.). Die Gäste machten es auf der Gegenseite besser. Nach einem Freistoß stand Franz Bötsch am langen Pfosten vollkommen allein und verwandelte ohne Mühe zum 2:1-Anschluss  (56.). Erneut antworteten die Beeskower. Stark setzte sich durch, lief aus spitzem Winkel allein aufs Tor, der Gäste-Keeper parierte aber großartig mit Fußabwehr (63.). Nur wenig später köpfte Schneider einen Schloddarick-Freistoß knapp über das Gehäuse (69.).

Die Gäste blieben gefährlich und der agile Denys Repetylo war es, der seine Mannschaft mit dem 2:2-Ausgleich wieder ins Spiel brachte (75.). Beide Mannschaften wollen jetzt unbedingt den Dreier. Die besseren Möglichkeiten erspielte sich aber der Gastgeber mit unermüdlichem Angriffsdruck. Eine strittige Entscheidung gab es, als Stark im Strafraum mit dem Kopf zum Ball gingt und vom herausstürzenden Soraru beim Fausten am Kopf getroffen wird. Der Pfiff von Schiedsrichter Hans-Peter Bienia blieb aber aus.

Danach wurde Rosengart noch einmal schön frei gespielt und lief allein aufs Tor von Soraru. Der Luckenwalder Keeper parierte jedoch großartig (80.). In der 90. Minute folgte dann ein Stark-Freistoß von der rechten Außenbahn. Als sich alle Spieler schon abwendeten, setzte der Ball auf und änderte noch ganz kurios seine Richtung zum Innenpfosten des verblüfften Luckenwalder Torhüters. Das hätte der Beeskower Sieg sein können. In der Nachspielzeit erhielten die Preußen dann doch noch einmal die Chance zum Dreier. In einen weiten Freistoß fast von der Mittellinie lief Peter Lassek und köpfte ein (90+2.). Der Jubel der Beeskower Spieler und anwesenden Zuschauer wurde jedoch durch die fragliche Abseitsentscheidung des Assistenten unterbrochen. So blieb es bei der Punkteteilung.