Fußball
: Und wieder locken Derbys

Nach zwei Niederlagen wollen die Fußballer von Preußen Beeskow in der Landesklasse Ost bei Grün-Weiß Rehfelde in die Erfolgsspur zurückfinden.
Von
Roland Hanke
Fürstenwalde/Bad Saarow
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In der Zange Ball behauptet: Briesens Kevin Schübler (Mitte) setzt sich im Derby gegen Erkners Niclas Mertins (links) und Simon Pille durch. Nun geht es für Schübler mit den Briesenern zum nächsten Derby beim FSV Union Fürstenwalde II.

Andreas Hoffmann

Ein Landesliga-Derby in Fürstenwalde des FSV Union II gegen Blau-Weiß Briesen sowie drei weitere Heimspiele von Mannschaften der Region prägen den 20. Spieltag auf der Fußball-Landesebene.

Der FSV Union Fürstenwalde II steht in der Landesliga Süd am Sonnabend – allgemeiner Spielbeginn ist um 15 Uhr – vor einer besonders schweren Aufgabe. Zum einen wollen die Domstädter nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Zum anderen erwarten sie im Derby den FV Blau-Weiß Briesen, gegen den sie in den vergangenen fast fünfeinhalb Jahren nicht mehr gewonnen haben – und dabei sieben Niederlagen kassierten, bei zwei Unentschieden. Das Hinspiel der aktuellen Saison hatten die Briesener mit 3:2 gewonnen.

„Diesmal wollen wir den Bock umstoßen und lassen uns auch von den drei Niederlagen zuletzt nicht unterkriegen. So etwas passiert. Das Schöne am Fußball ist, dass es jedes Wochenende wieder bei Null losgeht“, sagt FSV-Union-II-Spieler-Trainer Christian Mlynarczyk, der verletzungsbedingt wieder nicht auf dem Feld steht. „Zum Glück ist keine OP nötig, die Verletzung am linken Knie ist nicht ganz so schlimm.“ Er hatte sich vor zwei Wochen einen Teilanriss des Innenbandes und einen Haarriss im Knochen zugezogen und wird wohl mit Manschette an der Seitenlinie unterwegs sein.

Bis auf ihn und den ebenfalls verletzten Tim Gessing sind bei den Unionern alle Mann an Deck. „Wir werden versuchen, unseren Stiefel durchzuziehen und spielerische Lösungen gegen den schweren Gegner zu finden“, erklärt Mlynarczyk. Es sei eine Partie wie jede andere mit dem Unterschied, dass sich viele Spieler noch aus gemeinsamen Zeiten in Fürstenwalde kennen.

Briesens Coach Ronny Pesch sieht das etwas anders: „Solch ein Derby ist das einfachste Spiel für einen Trainer. Da ist kein Stück Zusatzmotivation nötig.“ Und die Odervorländer wollen ihre Serie gegen die Unioner auch nicht abreißen lassen. „Die Mannschaft und Trainer freuen sich auf die Partie. Wir hoffen zugleich auf viele Fans, die das Team unterstützen“, erklärt Pesch, der aus einem vollen Kader schöpfen kann.

Übrigens heißt es für beide Teams: Vor dem Derby ist nach dem Derby. Beide hatten verloren – Briesen 0:2 daheim gegen den FV Erkner, der diesmal ein Heimspiel gegen Phönix Wildau hat, und die Fürstenwalder 2:4 bei Germania Schöneiche, nun beim Vorletzten TSV Schlieben zu Gast.

Ein Ostbrandenburg-Derby und Spitzenspiel zugleich gibt es in der Landesklasse Ost (alle 15 Uhr). Grün-Weiß Rehfelde empfängt Preußen Beeskow, also Vierter gegen Dritter, beide 35 Punkte. „Wir freuen uns auf das Spiel, auch weil die Wetterprognosen sehr gut sind. Da darf man ein wenig auf eine große Fangemeinde hoffen“, sagt Rehfeldes Trainer Helmut Fritz. „Wir wollen gewinnen.“ Darauf sind auch die Beeskower scharf, die nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurückkehren wollen.

Während sich Schlusslicht  Schlusslicht Storkower SC nach dem 3:2 in Luckau ein weiteres Erfolgserlebnis im Kellerduell beim MTV Wünsdorf verschaffen will, haben Preußen Bad Saarow im Ostbrandenburg-Derby gegen den Müllroser SV und der SV Woltersdorf gegen den MSV Zossen Heimspiele. Der SVW hatte zuletzt kein Punktspiel, die Partie bei Spitzenreiter  Buckow/Waldsieversdorf war abgesetzt.