Fußball: Vier Landes-Derbys locken

Gefährlich für den Gegner: Beeskows David Stark (vorn), hier im Duell gegen Wünsdorfs Torwart Toni Erne, ist mit zehn Treffern Fünfter in der Torjägerliste.
Andreas HoffmannSo erwartet der FV Erkner im Erich-Ring-Standion den Orts- und Tabellennachbarn Germania Schöneiche zum Duell. Der Gastgeber, der zuletzt bei Dynamo Eisenhüttenstadt 1:3 verlor, hat als Sechster einen Punkt weniger auf dem Konto. „Solche Partien haben immer einen besonderen Reiz. Spieler und Trainer kennen sich schon lange. Es war in der Vergangenheit meist eine enge Geschichte zwischen beiden Mannschaften. Ich gehe auch diesmal davon aus“, sagt FVE-Trainer Heiko Schickgram. „Ich hoffe, dass sich unsere Verletztenliste bis zum Sonnabend wieder etwas verkürzt und wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden.“
Sein Gegenüber René Kanow, der zusammen mit Ronny Huppert die Schöneicher trainiert, erklärt: „Wir werden alles geben, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen. Es hängt in dem Spiel vieles von der Tagesform und dem nötigen Quäntchen Glück ab.“ Das Trainer-Duo hat alle Mann an Bord und kann damit aus dem Vollen schöpfen. „Es ist für mich ein normales Spiel, in dem es um drei Punkte geht. Wir freuen uns darauf sowie über die kurze Anfahrt“, sagt Kanow. Im Hinspiel unterlag die Germania daheim knapp mit 0:1 durch das Tor von Erkners Paul Röwer.
Während Blau-Weiß Briesen (12./19 Punkte) bei Frankonia Wernsdorf (9./26) ran muss, gibt es in Fürstenwalde ein Ostbrandenburg-Derby. Der Tabellensiebte FSV Union II (27) erwartet den Zehnten FSV Dynamo Eisenhüttenstadt (26). Auch hier spricht alles dafür, dass die Begegnung eine enge Kiste wird. Christian Mlynarczyk, Spieler-Trainer beim FSV Union II, und seine Mannschaft sehen der Partie optimistisch entgegen. „Nach der unnötigen Niederlage 2:3-Niederlage vorige Woche beim 1. FC Guben wollen wir uns diesmal wieder von einer besseren Seite zeigen, Fußball spielen und das Tempo hoch halten. Und wir können aus einem vollen Spielerkader schöpfen.“ Im Hinspiel hatten die Fürstenwalder nach einem 0:3-Rückstand noch ein 3:3 erkämpft.
In der Landesklasse Ost stehen ebenfalls zwei regionale Derbys auf der Tagesordnung. Zum Preußen-Duell empfangen die Bad Saarower den Kontrahenten aus Beeskow. Von der Papierform und den bisherigen Ergebnissen in der Rückrunde her gesehen, scheint es eine klare Angelegenheit für die Gäste aus der Kreisstadt zu werden. Der Tabellenzweite hat seine bisherigen zwei Spiele gewonnen, der Gastgeber (13.) beide verloren. Bereits 18 Punkte trennen die Teams.
„Wir freuen uns schon ganz besonders auf das stets prickelnde Derby. Und wir haben keine Angst vor dem Gegner, auch wenn wir im Hinspiel in Beeskow eine 1:6-Klatsche hinnehmen mussten“, sagt Thomas Tretschok, der bei den Saarowern zusammen mit Spieler Thomas Bemmann das Trainer-Duo bildet. „Bei der Niederlage zuletzt in Markendorf haben wir gut gespielt, aber unsere Chancen nicht verwertet. Das wollen wir jetzt besser machen.“ Bis auf Niklas Rottenberg hat der Gastgeber alle Mann dabei.
Beeskows Coach Robert Fröhlich muss dagegen wohl einige Spieler aus der Zweiten mitnehmen. „Wir haben wegen Verletzung oder Krankheit Ausfälle, die es zu kompensieren gilt. Das wird sicherlich schwer, in Bad Saarow zu gewinnen.“
Heimspiele haben der SV Woltersdorf, inzwischen Fünfter in der Tabelle, mit seinem Trainer Chris Berg gegen Eintracht peitz sowie Schlusslicht Storkower SC im Ostbrandenburg-Duell gegen den Müllroser SV. SSC-Coach Jochen Meyer hat anstelle des Abschlusstrainings am Donnerstagabend ein gemeinsames Mannschaftsessen in Storkow angesetzt. „Wir wollen darüber reden, wie wir uns die restlichen 13 Spiele vorstellen. Wichtig ist vor allem, dass die Jungs den Kopf frei bekommen und wieder Spaß an ihrem Sport haben“, sagt Jochen Meyer.