Fußball: Wichtige Punkte gegen den Abstieg

Zwei gegen einen: die Beeskower Moritz Krüger und Max Rosengart im Laufduell mit dem Luckenwalder Mario Kerstein (von links)
Andreas Hoffmann„Gegen einen gutklassigen Gegner hat die Mannschaft am Ende alles richtig gemacht und unsere Marschroute bravourös umgesetzt. Aus einer sicheren Abwehr heraus erspielte sich die Jungs selbst mehrere klare Chancen, die dann auch weitestgehend resolut genutzt wurden“, erklärt Wilde. Und Becker ergänzt: „Der Gegner bestimmte größtenteils das Spiel, war aber vor dem Tor zu harmlos. Deshalb ist unser Sieg auch mehr als verdient.“
Den Beeskowern war anzumerken, dass man sich für die Rückrunde viel vorgenommen haben. Zielstrebig spielten sie nach vorn, um den Ball vom eigenen Kasten fern zu halten. In der zehnten Minute zog David Stark das erste Mal ab, traf aber nur das Außennetz. Nur fünf Minuten später war es dann aber soweit. Stark zog unermüdlich in Richtung Strafraum, nutze seine ganze Schnelligkeit, kam vor dem Abwehrspieler an den Ball, ließ diesen noch aussteigen und verwandelte flach zur 1:0-Führung (15.).
Unbeirrt dessen spielten die Luckenwalder weiter nach vorn und machten Druck auf das Preußen-Tor. Die Beeskower Abwehr um Torhüter Pascal Jedro stand aber diesmal gut und ließ kaum zwingende Torchancen zu. In der 45. Minute gab es dann noch eine Riesenchance für die Gastgeber. Aber David Stark scheiterte aus spitzem Winkel an Torhüter Robert Petreit.
Gäste-Druck kurz vor der Pause
Im Konter musste Preußen-Keeper Jedro sein ganzes Können aufbieten, um einen Schuss von Philipp Helf noch über die Latte zu lenken (45+1.). Und die Gäste machten weiter Druck in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. So wurde ein Freistoß von Jonas Arnold noch zur Lattenoberkante abgefälscht (45+3.). Nur kurze Zeit später parierte Jedro nochmals einen weiten Ball des Gegners und rettete den knappen Vorsprung in die Pause.
In der zweiten Halbzeit hatte zunächst der Gastgeber die beste Möglichkeit zur Resultatserhöhung. Den Schuss von Julius Unglaube parierte FSV-Torwart Petreit in gewohnter Manier (55.). Wenig später passierte es dann doch. Im Anschluss an einen Eckball kam Philipp Becker noch mal in Ballbesitz und zog aus guter Position sofort ab. Sein präziser Flachschuss war für Petreit unerreichbar und schlug im langen Eck zum 2:0 ein (56.). Das war wichtig.
Die Preußen jubelten, doch nur kurze Zeit später pfiff Schiedsrichter Lars Buchheim aus Berlin nach einem Rempler von Philipp Becker Elfmeter für die Gäste. Keeper Jedro konnte den scharf getretenen Ball des Schützen an den Pfosten lenken. „Beim Nachschuss hatte er die Hand schon am Ball und der Gegner ging mit ausgestrecktem Bein zum Arm des Torhüter“, erklärte Schiri Buchheim. Deshalb wurde der Treffer trotz heftiger Proteste der Gäste nicht gegeben.
Abwehr ließ nichts anbrennen
Der Druck der Luckenwalder wurde danach noch größer. Die Gäste gaben sich noch lange nicht geschlagen. Sie bestimmen das Spiel, waren aber in Strafraumnähe zu harmlos. Die Preußen-Abwehr ließ an diesem Tag nichts mehr anbrennen und hatte mit Schlussmann Jedro einen sehr guten Rückhalt. So lenkte er in der 70. Minute einen Schuss von Franz Bötsch gekonnt mit einer Hand um den Pfosten. Kurz vor Spielende hätte Max Rosengart den Sack dann endgültig zu machen können, jagte die Kugel aber über das Tor von Petreit (85.).
Auch die Nachspielzeit überstanden die Preußen ohne Gegentreffer – so blieb es beim verdienten 2:0 über die bis dahin zweitplatzierten Luckenwalder, die nun Vierte sind. Der Sieg sollte den Beeskowern Mut für die weiteren Spiele im Kampf um den Klassenerhalt geben. Weiter geht es für sie am Sonnabend, 15 Uhr, beim Sechsten MTV Wünsdorf.