In großen Teilen des Landes Brandenburg müssen Hühner und anderes Geflügel ab sofort im Stall bleiben. Das hat der Landkreis verfügt. Die Aufstallungspflicht gilt für fünf Gebiete. Das sind insbesondere:
1. Zone: Gemarkungen Beeskow, Oegeln, Ragow, Schneeberg, Krügersdorf, Friedland, Leißnitz, Groß Briesen, Reudnitz, Oelsen, Schadow, Pieskow, Kummerow, Zeust, Lindow, Niewisch
2. Zone: Gemarkungen Storkow, Lebbin, Kolpin, Reichenwalde, Spreenhagen, Markgrafpieske, Rieplos, Braunsdorf, Alt Stahnsdorf, Schwerin, Selchow, Philadelphia, Wochowsee, Groß Schauen, Klein Schauen, Kummersdorf, Görsdorf, Bugk, Dahmsdorf
3. Zone: Gemarkungen Jacobsdorf, Petersdorf bei Briesen, Sieversdorf, Briesen, Alt Madlitz, Kersdorf
4. Zone: Gemarkung Hasenfelde
5. Zone: Neuzelle, Wellmitz, Streichwitz, Schwerzko, Coschen, Breslack, Steinsdorf, Bomsdorf, Ratzdorf

Bislang nur Wildvögel betroffen

Hintergrund ist, dass im Land Brandenburg vier Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln festgestellt und vom nationalen Referenzlabor Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt wurden. Zwei Fälle sind im Landkreis Prignitz (Mäusebussard, Saatgans), ein Fall im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Kranich) und ein Fall im Landkreis Havelland (Graugans) aufgetreten. Hausgeflügelbestände sind bislang nicht betroffen. Das FLI schätzt jedoch das Risiko einer Übertragung des Erregers durch Wildvögel auf Hausgeflügelbestände als hoch ein.
In den im Kreis ausgewählten Gebiete für eine Stallpflicht wird besonders viel Geflügel gehalten. Tierhalter dort haben sämtliches Geflügel in geschlossenen Ställen oder in geeigneten Volieren zu halten, die eine überstehende, nach oben gegen Einträge gesicherte dichte Abdeckung und eine gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherte Seitenbegrenzung aufweisen. Ausnahmen von dieser Anordnung können in begründeten Einzelfällen auf schriftlichen Antrag durch das Veterinäramt erteilt werden. Diese Anordnung wird durch das Veterinäramt aufgehoben, sobald es die epidemiologische Lage zulässt.

Ausstellungen sind untersagt

Geflügelausstellungen, Geflügelmärkte und Veranstaltungen ähnlicher Art sind in den Restriktionszonen verboten. Ausnahmen von diesem Verbot können in begründeten Einzelfällen auf schriftlichen Antrag durch das Veterinäramt, bei Durchführung in geschlossenen Räumen, erteilt werden, sofern Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.
Der Kreis weist zudem auf die Pflicht aller Geflügelhalter zur Anmeldung ihrer Geflügelbestände beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hingewiesen, sofern dies noch nicht erfolgt ist.