Handball
: Müllroser Handballerinnen gewinnen Verbandsliga-Derby in Beeskow

Die Verbandsliga-Handballerinnen der HSG Schlaubetal-Odervorland haben bei Rot-Weiß Friedland mit 19:17 (9:9) gewonnen.
Von
Wilfried Hohmann
Beeskow
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Sechsfache Torschützin: Caroline Hallert von der HSG Schlaubetal. Links Juliane Kunath, mit dem Elsterwerdaer SV Sonnabend in Beeskow zu Gast.

michael benk

Für die Gastgeber war es die dritte Niederlage im dritten Spiel des Jahres. „Ich bin sehr enttäuscht, finde gar nicht die richtigen Worte“, sagte Trainer Bernd Klinkisch. „Natürlich haben wir mit Marilyn Mochow unsere beste Torschützin schmerzlich vermisst, aber das allein kann keine Entschuldigung sein. Wir haben einfach zu viele Bälle schlichtweg weggeworfen.“

Die HSG war von Beginn an besser im Spiel, beim 4:3 durch Sara Misterek aber lagen die Rot-Weißen erstmals in Führung. Danach entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Treffer. Beide Abwehrreihen standen gut, beide Mannschaften taten sich im Angriff schwer. Folgerichtig stand es in einer tor-armen Partie zumeist Unentschieden, so auch zur Halbzeit.

Der zweite Durhgang begann mit einem Doppelpack der Gastgeberinnen durch Vanessa Schreiber. Doch in ihrer spielerisch besten und letztlich auch entscheidenden Phase gelangen den Schlaubetalerinnen zwischen der 35. und 40. Minute durch Nora Reinhardt (3) und Jasmin Henkelmann (2) fünf Tore in Folge zur 14:11-Führung. Die Friedländerinnenverloren völlig den Faden und Klinkisch nahm eine Auszeit.

Danach zog mehr Struktur in die rot-weißen Aktionen ein, aber die HSG verteidigte den Vorsprung mit großem Einsatz. Selbst als Carolin Eisermann und unmittelbar danach Anika Weber eine Zeitstrafe kassierten, überstanden die Gäste die vierminütige Unterzahl unbeschadet. Als sie allerdings wieder komplett waren, trafen Schreiber (2) und Misterek für die einheimischen Damen – plötzlich hieß 17:16 (56.), und Eisermann kassierte zudem ihre zweite Zweit-Minuten-Strafe.

Aber passend zu diesem aufregenden Derby gelang den Friedländerinnen in den verbleibenden 350 Sekunden kein einziger Treffer mehr, während die Gäste in Unterzahl durch Reinhardt ausglichen und durch Caroline Hallert in Führung gingen. Für den endgültigen K. o. sorgte die mit zehn Toren überragende Nora Reinhardt. Vanessa Schreiber vergab noch einen Siebenmeter, die Heimniederlage warbesiegelt, die HSG schloss nach Minuspunkten zum unterlegenen Tabellensechsten auf.

Wenigstens haben die Rot-Weißen die Chance zur schnellen Wiedergutmachung: Am Sonnabend, 16 Uhr, steigt im Beeskower Sport- und Freizeitzentrum bereits das nächste Heimspiel. Wieder gegen einen Tabellennachbarn, diesmal gegen denElsterwerdaer SV. „Wir wollen und müssen unseren Fans zeigen,dass wir besser Handball spielen können“, fordert Bernd Klin-kisch, der trotz der jüngsten Enttäuschungen auf die Unter-stützung durch das heimische Publikum setzt.