Infrastruktur
: Kampf um Sanierung der Landesstraße in Herzberg

Seit 30 Jahren engagieren sich die Anwohner von Herzberg und die Gemeinde für die Sanierung der L 42.
Von
Monika Rassek
Herzberg
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  • Bürgeremeister Thomas Fischer (l.) beim Rundgang in Herzberg im Gespräch mit Ortsvorsteher Hartmut Kuchenbecker. Thema ist dabei natürlich die Sanierung der L 42.

    Bürgeremeister Thomas Fischer (l.) beim Rundgang in Herzberg im Gespräch mit Ortsvorsteher Hartmut Kuchenbecker. Thema ist dabei natürlich die Sanierung der L 42.

    Monika Rassek
  • Am Ortseingang von Herzberg, aus Richtung Hartensdorf kommend, ist die L 42 wegen der Schlaglöcher nur einspurig befahrbar und nicht gefahrlos begehbar.

    Am Ortseingang von Herzberg, aus Richtung Hartensdorf kommend, ist die L 42 wegen der Schlaglöcher nur einspurig befahrbar und nicht gefahrlos begehbar.

    Monika Rassek
  • Hartmut Kuchenbecker klemmt die Zweige wieder hinter das Transparent, um die Lesbarkeit des Textes zu garantieren. Nach Ernteabschluss will sich der Ortsbeirat weiter mit Hochdruck um die Straßensanierung im Sinne der Anwohner kümmern.

    Hartmut Kuchenbecker klemmt die Zweige wieder hinter das Transparent, um die Lesbarkeit des Textes zu garantieren. Nach Ernteabschluss will sich der Ortsbeirat weiter mit Hochdruck um die Straßensanierung im Sinne der Anwohner kümmern.

    Monika Rassek
  • Einer der Friedhöfe im Ort für das, was von den Fahrzeugen, die Herzberg passieren, auf der Strecke bleibt. Die größte Sorge der Anwohner gilt jedoch den Kindern, die per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind: fehlende Gehwege sind problematisch.

    Einer der Friedhöfe im Ort für das, was von den Fahrzeugen, die Herzberg passieren, auf der Strecke bleibt. Die größte Sorge der Anwohner gilt jedoch den Kindern, die per Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind: fehlende Gehwege sind problematisch.

    Monika Rassek
  • Anwohner haben schon seit vielen Jahren "die Nase voll", sind von der Politik enttäuscht und machen ihrem Unmut Luft. Nun hoffen sie auf eine Sanierung und werden dafür weiter kämpfen.

    Anwohner haben schon seit vielen Jahren "die Nase voll", sind von der Politik enttäuscht und machen ihrem Unmut Luft. Nun hoffen sie auf eine Sanierung und werden dafür weiter kämpfen.

    Monika Rassek
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Mit „der Aktion“ meint er eine Demo. Die Transparente sehen inzwischen schon etwas zerschlissen aus, einige Protestschilder raffte die Witterung dahin — dennoch, wer durch den Ort fährt, merkt sofort: Hier brodelt es gewaltig. Im Februar gingen etwa 200 Anwohner und Sympathisanten — die MOZ berichtete — mit Transparenten, selbst gebastelten Schildern und einer klaren Ansage an das Land Brandenburg auf die Straße: „Wir fordern, dass die Ortsdurchfahrt Herzberg, die L 42, saniert wird!“.

Unter den Demonstranten war auch Bernd Stiller, Kreistagsabgeordneter in Oder Spree. Er hatte einen Zeitungsartikel vom 22. August 2013 aus der MOZ dabei. Damals fuhr der Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt mit dem Fahrrad auf der L 42. Stiller erinnerte sich, dass dieser das Erlebnis mit „nostalgischen DDR–Zuständen“ abtat. Der Kreistagsabgeordnete fand für diese Äußerung klare Worte: „Ein Skandal ist das. Ich kämpfe seit zehn Jahren für die Sanierung.“

Angezettelt hatte die Protestaktion damals der Ortsbeirat unter Federführung von Ortsvorsteher Hartmut Kuchenbecker im Sinne der Anwohner, die keine leeren Versprechen mehr hinnehmen wollten. Am Mittwoch traf er sich daher mit Bürgermeister Fischer, um vor Ort über das Angebot des Landes und die noch zu lösenden Probleme zu sprechen.

Ortsbeirat entscheidet nach der Ernte

„Der Landesbetrieb wird 2021 eine Befahrbarkeitssicherung für den Bereich Ortseingang aus Richtung Hartensdorf bis zur Seestraße planen, die dann 2022 realisiert werden soll“, berichtet Thomas Fischer. Es werde die vorhandene Befestigung der Straße aufgenommen und neu hergestellt: „Die Entwässerung soll offen, über seitlich anzuordnende Versickerungsmulden erfolgen.“ Die Gemeinde aber habe dem Amt zu bedenken gegeben, dass damit den Fußgängern noch nicht geholfen sei.

Probleme sieht auch der Ortsvorsteher: „Wenn die Straße sechs Meter breit sein soll, kann das so nicht funktionieren.“ Hinsichtlich Regenentwässerung und Gehweg gebe es noch einigen Klärungsbedarf. Kuchenbecker steht wegen der geplanten Baumaßnahmen im Briefwechsel mit Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann. Kuchenbecker sagt: „Noch sind wir mit den Plänen nicht ganz zufrieden und machen deshalb weiter.“ Nach der Ernte werde sich der Ortsbeirat zusammensetzen und die Vorgehensweise besprechen. Auf jeden Fall aber würden die Transparente im Ort erneuert.