Der Corona-Pandemie zum Trotz wird in Beeskow zum 3. Mal die „Interkulturelle Woche“ organisiert. Unter Einhaltung der Abstandsregeln und oft mit Anmeldung gibt es in diesem Jahr viele, schöne kleine Veranstaltungen und Angebote. Koordiniert wird das Ganze wieder vom Bürger- und Ehrenamtszentrum „Hüfnerhaus“ Beeskow (Bumerang e.V.).
Zum Auftakt wird am 27. September um 15 Uhr zum ökumenischen Eröffnungsgottesdienst mit Pfarrerin Elisabeth Preckel in die Marienkirche geladen. Im Anschluss bietet die Ökologisch-Demokratische Partei Brandenburg & Oder-Spree auf dem Kirchplatz ein Beeskow-Quiz an. Fürs Mitmachen gibt es kleine Preise. Außerdem startet hier eine halbstündliche Baumführung. Zu entdecken gibt es die Vielfalt der Baumarten in der Kreisstadt.
Zum Abschluss am 4. Oktober haben die Macher vom Integrationsprojekt „Wir in Deutschland! Wissen über Grundrechte und Werte für geflüchtete Frauen im ländlichen Raum“ gemeinsam mit „Küche International“ das Gala-Dinner International im Hüfnerhaus organisiert.

Vielfältig, lehrreich und lecker

„Ich bin schon neugierig auf das Angebot vom Mosaik-Verein“, erzählt Barbara Buhrke vom Hüfnerhaus. „Mal sehen wie das mit dem Arabischlernen klappt“, sagt sie und lacht. Wenn nicht, dann bleibe sie beim arabischen Kaffee, der sehr lecker sei. Weitere Veranstaltungen auf ihrer persönlichen Liste sind die Weltlesebühne am Hieronimustag (Internationaler Übersetzertag) und die Naturentdecker, eine Tour ins Schlaubetal für Kinder ab sechs Jahren. „Gemeinsam erforschen Kinder von hier gemeinsam mit ausländischen Kindern die wildromantische Region“, so Buhrke. Das werde bestimmt sehr spannend.
Darüber hinaus beteiligen sich viele weitere Beeskower Einrichtungen wie der Frauenladen mit Kinderschminken, beim Jugendclub Pier 13 werden T-Shirts bedruckt und es wird ein Vortrag über Syrien angeboten – mit syrischem Essen.
Der Landkreis Oder-Spree beteiligt sich auch, allerdings mit einem internen Angebot für Mitarbeiter der Verwaltung sowie für Menschen, die im Jobcenter vorbeikommen – wegen des strengen Hygienekonzepts. Im Atrium werde dann die Ausstellung „Menschenrechte sind unteilbar“ zu sehen sein, heißt es. Im Ruanet-Gymnasium beschäftigt sich eine 9. Klasse mit fairem Handel von Kaffee und Kakao, coronabedingt ebenfalls als interne Aktion.

Noch einige Plätze frei

Barbara Buhrke wird in der Nachbarschaft noch ein paar Flyer verteilen: „Für viele Angebote gibt es noch freie Plätze“, erklärt sie. Eine Anmeldung im Hüfnerhaus sei bei vielen Angeboten, die alle kostenfrei sind, aber erforderlich.
Einen Teil der Kosten für die „Internationale kulturelle Woche 2020“ finanziert der Landkreis Oder-Spree aus der Integrationspauschale, ein Großteil kommt jedoch aus Eigenmitteln der einzelnen Veranstalter und über Spenden. „Der Naturentdeckerausflug wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg bezahlt“, informiert Buhrke. Die Kosten beliefen sich insgesamt auf etwa 400 Euro.
Die bundesweit jährlich stattfindende „Internationale kulturelle Woche“ ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirchengemeinde Deutschlands und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie und wird seit 1975 organisiert. „Wir haben in Beeskow zunächst einen Runden Tisch „Tolerantes Beeskow“ ins Leben gerufen“, erinnert sich Sonja Palfner, Leiterin des Ehrenamtszentrums. Im Jahr 2018 hatten sie als Koordinatoren angefangen. Die Akteure wechselten von Jahr zu Jahr. In diesem Jahr erwarten sie 200 bis 300 teilnehmende Menschen.

Info: Hüfnerhaus Beeskow, Adrianstr. 11, Tel. 03366 3384290