Kommunales: Debatte über die teure Schlittschuhbahn
Auch 2019 wird auf dem Beeskower Marktplatz in der Vorweihnachtszeit die Kunststoffplatten–Eisbahn stehen, der Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende in und rund um die Kirche stattfinden. Die Verträge dafür sind langfristig geschlossen. Wie es danach weitergeht, ist offen.
Der Grund: Die Meinungen zur Eisbahn reichen von großer Begeisterung bis zur Ablehnung. Unbestritten ist die Bahn für eine kleine Stadt wie Beeskow eine Attraktion. Rund 800 Besucher fanden sich im Dezember ein, vor allem Kinder. 36 Teams beteiligten sich am Turnier im Eisstockschießen. Das war ein echter Renner. Doch die Bahn ist teuer, kostet rund 23 000 Euro. 12 000 Euro kommen für das Zelt hinzu. Das wurde im vergangenen Jahr zwar gedreht, um bessere Sicht auf den Weihnachtsbaum zu garantieren. Doch wirklich geändert hat das nichts. Auch die magere weihnachtliche Dekoration des Areals wurde immer wieder bemängelt. „Organisatorisch zur Abgrenzung zwischen Bahn und Markt hat es aber etwas gebracht“, sagte Altstadtmanagerin Kerstin Müller, die die Weihnachtsbilanz vor dem Kultur– und Bildungsausschuss der Stadt vorgestellt hat.
Weniger umstritten ist der Weihnachtsmarkt selbst. Zwar wünschen sich viele Beeskower eine Verlängerung, doch es wird erst einmal bei dem einen Wochenende bleiben, wobei wie 2018 die Stände bereits am Freitag öffnen können. Kerstin Müller und Bürgermeister Frank Steffen hoffen, dass man in der Kirche wieder ein kleines Kulturprogramm bieten kann. Verbessert werden soll die Ausschilderung des Marktes. Sven Wiebicke wies darauf hin, dass viele Besucher gar nicht gleich registriert hätten, dass rings um die Kirche die Gastronomiestände aufgebaut waren, der eigentliche Markt aber im Hauptschiff von St. Marien.
Während Kerstin Müller berichtete, dass neben vielen anderen Ständen auch der Streichelzoo regen Zuspruch gefunden habe, berichtet Helene Radam, die als sachkundige Bürgerin im Ausschuss sitzt, dass ihr Kinder immer wieder gesagt hätte, dass sie es nicht gut fänden, das kleine Tiere bei der Kälte ausgestellt werden.
In den Vorweihnachtskosten für die Stadt sind aber auch weitere Aktivitäten enthalten. Dazu gehören das Nikolausfest und der öffentliche Adventskalender. Auch der Weihnachtsbaum auf dem Markt muss finanziert werden. Außerdem wurde für die Beeskower Vorweihnacht weit über die Stadtgrenzen hinaus geworben.


