Newcastle-Krankheit: In Oder-Spree sind jetzt mehr als eine Million Tiere betroffen

Jungtiere in einem Hähnchenstall. Allein in Oder-Spree sind aktuell mehr als eine Million Tiere von der Newcastle-Krankheit betroffen.
Ingo Wagner/dpa- Neue Newcastle-Fälle in Oder-Spree: nun neun betroffene Geflügelhaltungen gemeldet.
- Spreenhagen erneut betroffen: 68.000 Masthähnchen, Keulung angekündigt.
- Insgesamt über eine Million Tiere in Oder-Spree von Tötung und Vernichtung betroffen.
- Erste Infektion in Coschen festgestellt; dort sollen Restriktionszonen aufgehoben werden.
- Behörden warnen weiter – unklare Übertragungswege, engmaschige Überwachung empfohlen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Landkreis Oder-Spree meldet einen weiteren Fall der Vogelseuche Newcastle-Disease. Die Krankheit wurde demnach erneut in einer Stallanlage in Spreenhagen festgestellt. Betroffen sind diesmal 68.000 Masthähnchen. Damit steigt die Zahl der Tiere, die aufgrund der Krankheit getötet und vernichtet werden, allein im Landkreis auf mehr als eine Million. Insgesamt wurde die Vogelseuche nach Kreisangaben in Oder-Spree in neun Geflügelhaltungen nachgewiesen. Genannt werden eine Putenmast, fünf Hähnchenmastbetriebe, eine Junghennenaufzucht und drei Legehennenbetriebe.
Der erste Ausbruch war am 20. Februar in der Putenmast in Coschen (Amt Neuzelle) festgestellt worden. Dort habe man keinen Sekundärausbruch festgestellt. Deshalb plane man die Aufhebung der Restriktionszonen rund um diese Anlage, so die Kreisverwaltung.
Eine Entwarnung ist das nicht. „Dennoch besteht weiterhin ein erhebliches Risiko für neue Ausbrüche. Insbesondere die aktuelle Witterungslage sowie ungünstige Windverhältnisse über die Osterfeiertage lassen derzeit keine Entwarnung zu. Die Behörden appellieren daher eindringlich an alle Geflügelhalter, ihre Bestände aufmerksam zu überwachen. Auch in gegen Newcastle-Krankheit geimpften Herden sollte bei unklaren Todesfällen oder Leistungseinbrüchen unverzüglich eine Laboruntersuchung eingeleitet werden. Eine frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um die weitere Ausbreitung der Tierseuche wirksam einzudämmen“, heißt es wörtlich.
Übertragungswege der Newcastle-Seuche sind weiter unklar
Amtstierärztin Petra Senger hatte vor dem Kreislandwirtschaftsausschuss erklärt, dass die Impfungen nicht mehr ausreichend helfen würden, weil sich das Virus offenbar verändert habe. Die Seuche verbreite sich von Ostpolen nach Brandenburg und über Tschechien nach Bayern. Wie genau, das sei unklar.
Neben dem neuen Ausbruch in Spreenhagen meldet das Land Brandenburg auch eine Ausbreitung der Seuche in Dahme-Spreewald. Dort sei die Krankheit in einem bereits betroffenen Betrieb in weiteren Stallanlagen mit etwa 130.000 Tieren festgestellt worden.
Ob die Fälle Auswirkungen auf die Versorgung mit Eiern und Geflügelfleisch haben, bleibt abzuwarten. Bleibt es bei den bisherigen Verlusten, ist ein Ausgleich sicher möglich. Schließlich werden allein in Deutschland rund 88 Millionen Masthühner und knapp 56 Millionen Legehennen gehalten.

