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: Wieso viele Schlacht-Hühner zu krank für Verzehr sind

Das Veterinäramt erklärt, warum mehr als eine Million geschlachteter Hühner aus Storkow nicht zum Verzehr freigegeben werden können.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Hähnchenmastanlage nach dem FairMast-Prinzip der Odega-Gruppe Sachsendorf: Zur Grünen Woche auf dem Berliner Messegelände stellt die Firma friki heute um 10.30 Uhr das Geflügelaufzuchtverfahren vor. In der Halle 21a können sich Messebesucher über den Brandenburg-Start des Konzepts informieren.

Sachsendorf - Hähnchenmastanlage FairMast der ODEGA Gruppe. Hier werden zur Zeit 11300 Hähnchen und Hennen gemästet. 53% männliche- und 47% weibliche Tiere. "Hygiene steht an erster Stelle, es ist das A und O für eine gesunde Haltung, wir wollen den Verbraucher von unserer Qualität überzeugen", so die Bereichsleiterin Elke Hamann. Vom ersten (Eintagskücken) bis zum 56. Lebenstag verbringen sie ihre Zeit im temperierten Maststall sowie im Wintergarten, indem sie zusätzlichen Auslauf haben und das Emunsystem gestärkt wird. Hier gibt es auch ausreichend Sitzstangen und Strohbunde die heiß begehrt sind. Kalte Füße gibt es keine, der Untergrund wird immer mit Stroh ausgestreut.
Foto: Der Maststall - hier fühlen sich die Tiere wohl.

Trotz zahlreicher Tierwohlinitiativen, wie der Einführung des Fairmastbetriebs, müssen viele geschlachtete Hühner verworfen werden. Viele, auch stressbedingte, Krankheiten führen dazu, dass die Tiere nach nicht einmal zwei Lebensmonaten weggeworfen werden.

Matthias Lubisch