Polizei ermittelt
: Mann spricht fremde Kinder in Storkow und Bad Saarow an

Rund um den Scharmützelsee soll seit Tagen ein Mann fremde Kinder ansprechen und sie einladen, in seinem Auto mitzufahren. Was die Polizei dazu sagt.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Polizei stoppt betrunkenen Raser am Ku'damm

Die Polizei geht derzeit Hinweisen nach, wonach ein Mann rund um den Scharmützelsee aus einem blauen Kastenwagen heraus Kinder angesprochen haben soll.

Soeren Stache/dpa

In diversen Facebook-Gruppen kursiert nun auch schon ein Foto. Ein blauer Kastenwagen mit einem Schaden an der Frontscheibe ist zu sehen, das Kennzeichen ist unkenntlich gemacht. Ein Mann, so heißt es in verschiedenen Posts, sei damit vor allem in Bad Saarow unterwegs und spreche Kinder an. Schon seit Ende Juni soll das so gehen.

Am Mittwoch dann wurde ein Post aus der Gruppe Storkow 4 U geteilt. Geschildert wird, dass eine Viertklässlerin von einem Mann aus dem besagten blauen Auto heraus angesprochen wurde. Er soll gefragt haben, ob sie nicht einsteigen möchte, er könne sie nach Hause fahren, er wisse schließlich, wo die Mutter wohne. Das Kind, so heißt es, sei sofort zurück zum Hort gelaufen. Geschehen sein soll das alles in Karlslust. Andere Vorfälle soll es demnach in der Silberberger Straße in Bad Saarow und in der Seestraße gegeben haben.

Liest man weitere Einträge und Kommentare, ergibt sich ein vages Bild. Der Mann könnte um die 50 Jahre sein, Raucher. Geschrieben wird unter anderem von einer auffälligen Uhr, die er trägt. Immer wieder heißt es, dass Schule und Polizei benachrichtigt seien.

Polizei befragt Mädchen und Mutter

Was ist da dran? Ist in der Region ein potenzieller Entführer unterwegs? Polizeihauptmeister Marcel Patzwahl von der Pressestelle der Polizeidirektion Ost bestätigt auf Nachfrage Ermittlungen. Man gehe Hinweisen nach, habe mit einem Mädchen und dessen Mutter Rücksprache gehalten. Dabei sei auch ein Kennzeichen benannt worden. Dies werde nun überprüft.

Patzwahl betont, dass Hinweise aus der Bevölkerung zu solchen Geschehnissen unmittelbar direkt an die Polizei herangetragen werden sollten. „Im vorliegenden Fall war es der Polizei so möglich, frühzeitig dem nachzugehen“, schreibt er. Misslich sei es dagegen, wenn Informationen ungeprüft in sozialen Netzwerken verbreitet würden. Dies könne zu erheblichen Verunsicherungen führen.

In den Facebookgruppen wird immer wieder darauf hingewiesen, seine Kinder zu instruieren, keinesfalls zu Fremden ins Auto zu steigen, sondern sich schnellstmöglich zu entfernen oder sich lautstark bemerkbar zu machen, wenn man von einem Unbekannten mit zweifelhaften Angeboten angesprochen wird.