Sanierung: Bahnhof Beeskow wird zum Haus für viele Vereine

Historische Fassaden: Hauptgebäude und Schuppen des Bahnhofs Beeskow werden ab 9. März saniert.
Jörn Tornow/MOZDenkmalschutz bestimmt Optik
Saniert werden das Hauptgebäude, das mit einem Fahrstuhl auch in der oberen Etage barrierefrei erreichbar sein wird, sowie das einstöckige Nebengebäude. Linkerhand des Haupthauses soll außerdem ein kleiner, gemütlicher Freibereich mit Bänken zum draußen Sitzen entstehen.
Optisch wird sich äußerlich kaum etwas am Gebäude ändern. Die strengen Denkmalschutzauflagen bewirken, dass die historische Fassade beibehalten werden wird. Auch der Saal im Inneren wird in seiner Farbgebung und Ausschmückung nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Das Ziegeldach wird bleiben, nur neu gedeckt werden.
Zwei Jahre haben die Absprachen mit der Bahn gedauert, so Müller. Am Ende sei eine Lösung gefunden worden, die die Sanierungsarbeiten ermöglichen, ohne dass es zu Einschränkungen beim Bahnverkehr kommt. Dafür werde ein Tunnel für die Fahrgäste aufgebaut, solange an der Fassade des Gebäudes gearbeitet werde.
Auch der rechte Teil des Hauptgebäudes wird von den Sanierungsarbeiten nicht betroffen. Der Anbau ist schon länger in städtischem Besitz und war bereits vor etwa fünf Jahren renoviert worden. Heute befindet sich dort das Proberaumzentrum des Jugend–Teams Beeskow. Höchstens Baulärm könnte da zu hören sein, meint Kerstin Müller. Aber das dürfte die Metal– und Punk–Bands wenig stören.
Die für Ende August angekündigten Bauarbeiten am Bahnhof Beeskow, weswegen für eineinhalb Monate der Zugverkehr gesperrt werde (MOZ berichtete), haben derweil nicht direkt mit der Sanierung zu tun. Dabei handele es sich um bahneigene Arbeiten, so Müller.
Zwei Drittel Fördermittel
Insgesamt soll der Umbau etwa zwei Millionen Euro kosten, erläutert Kerstin Müller. Zwei Drittel der Mittel kommen aus dem Bund–Länder–Programm „Soziale Stadt“, ein Drittel ist der Eigenanteil der Stadt Beeskow. Die Stadt ist Eigentümer der Bahnhofsgebäude.
Ende 2018 hatten die Stadtverordneten einstimmig grünes Licht für die Umgestaltung eines rund 30 Hektar großen Areals entlang des Luchgrabens gegeben und ein integriertes Entwicklungskonzept (IEK Luchgraben) erstellt. Einen Teilbereich davon bildet das Plangebiet für das sechs Hektar große Teilraumkonzept zwischen Bahnhof und Theodor–Fontane–Straße. Ziel sei die Aufwertung des Areals, das durch den Bahnhof begrenzt wird.