Tierseuche in Oder-Spree: Newcastle-Krankheit in Brandenburg, erster Fall seit 1996

Laut Pressemitteilung von Umweltminiterium Brandenburg und Landkreis Oder-Spree ist mit der Newcastle-Krankheit eine weltweit verbreitete Viruserkrankung nach Brandenburg zurückgekehrt.
Philip Dulian/dpa- Newcastle-Krankheit in Oder-Spree amtlich bestätigt – betroffen: Betrieb mit 23.000 Puten
- Labore des Friedrich-Löffler-Instituts bestätigten den Ausbruch
- Schutzzone (≥3 km) und Überwachungszone (≥10 km) eingerichtet
- Letzter Ausbruch beim Hausgeflügel in Brandenburg war 1996
- Virus weltweit verbreitet, für Menschen keine Gefahr; Infos folgen online
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vogelgrippe, Geflügel- und Schweinpest und ähnliche Warnmeldungen bekommen Gesellschaft – am späten Nachmittag des 22. Februar gibt das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz (MLEUV) Brandenburg die nächste Warnmeldung heraus: Im Landkreis Oder-Spree ist in einem Putenmastbestand mit rund 23.000 Tieren die Newcastle-Krankheit amtlich festgestellt worden.
Die Meldung gibt auch das zuständige Veterinäramt des Landkreises heraus. Abschließende Laborbefunde des Friedrich-Löffler-Instituts bestätigten laut Ministerium den Ausbruch der Newcastle-Krankheit (Newcastle Disease, ND). Die erforderlichen Bekämpfungsmaßnahmen seien unverzüglich eingeleitet worden.
Eine Tierseuchenallgemeinverfügung wurde erlassen, welche die Einrichtung einer Schutzzone im Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone im Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbestand enthält. Diese wird nach Angaben des Ministeriums und des Landkreises auf der Internetseite des Landkreises Oder-Spree veröffentlicht.
Letzter Ausbruch der Newcastle-Krankheit liegt 30 Jahre zurück
Laut Pressemitteilung handelt es sich bei der Newcastle-Krankheit um eine weltweit verbreitete Viruserkrankung, die vor allem Geflügel betrifft. Fast alle Vogelarten können infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wild lebenden Tauben nachgewiesen. Der letzte Ausbruch beim Hausgeflügel wurde den Angaben zufolge in Brandenburg 1996 festgestellt. Für den Menschen stellt das Virus keine Gefahr dar. In seltenen Fällen kann es bei sehr engem Kontakt mit erkrankten Tieren zu vorübergehenden Bindehautreizungen kommen.
Die Newcastle-Krankheit ist gemäß EU-Recht eine Tierseuche der Kategorie A. Der Landkreis informiert fortlaufend über die weitere Entwicklung, aktuell werden weder der konkrete Ort noch die Schutzzonen näher definiert. Geflügelhalter werden gebeten, die aktualisierten Schutzmaßnahmen zu beachten.

