Silvesterlauf: Aktiver Einstieg in Jahr 2020
Zuerst gab es ein zischendes Geräusch und dann einen Knall. Eine Silvesterrakete war am Mittwoch das Startsignal zum Neujahrslauf 2020 in Beeskow. Bevor die Läufer am Bertholdplatz starten konnten und die waldreiche Strecke von 2,6 Kilometern genießen konnten, hatten 20 Helfer des Vereins Leichtathletik in Beeskow alles vorbereitet. Damit sich niemand verläuft, wurden auf den Wegen Sägespäne als Wegweiser benutzt.
Fürs leibliche Wohl hatten die Leichtathleten Pfannkuchen, Glühwein und Kinderpunsch aufgetischt. Moderiert wurde die Veranstaltung vom Geher Hagen Pohle. An der Streckenführung hat sich schon lange nichts geändert. 2005 übernahm zunächst die Familie Pohle die Organisation des Laufs, den zuvor die Laufgruppe des Ruderclubs Beeskow ins Leben gerufen hatte. Verändert hat sich die Lage der Start– und Ziellinie, die jetzt an der alten Turnhalle liegt.
Läufer, Walker und Nordic Walker
„Viele nutzen den Lauf, um sich mit Freunden und Bekannten zu treffen“, sagte Mitorganisatorin Beatrix Pohle. Es waren Läufer, Walker und Nordic Walker dabei sowie ein paar Hunde. Auch Kathlen Wesner–Martin aus Beeskow machte mit. „Das ist ein schöner Start ins neue Jahr“, lobte die Läuferin, die mit Unterbrechnungen schon vier Mal dabei war. „Diesmal sind Topbedingungen für den Lauf. Es ist nicht zu warm und nicht zu kalt“, bewertete Michael Wunderlich aus Beeskow. Bei Bambinilauf über 300 Meter und beim langen Lauf war Richard Mischan (7) aus Limsdorf dabei. „Jetzt habe ich Seitenstechen“, klagte er, war aber trotzdem gut gelaunt.
Die Zeiten wurden bei dem Lauf nicht erfasst, aber die besten Läufer bekamen einen Sternpfannkuchen und eine Urkunde. Ines Pröhl wurde als schnellste Frau erfasst, und schnellster Mann war Max Rocher. Die besten jugendlichen Läufer wurden Lara Jänicke und Jannis Bullack. Bei den Bambinis gewannen Ella Zahnow und Richard Nischan.
Körper kräftig durchgeschüttelt
Am Sportplatz von Storkow schüttelten etwa 25 Neujahrsläufer ihre Sorgen vom vorigen Jahre ab. Organisatorin Helga Kühne forderte sie dazu auf und führte sogleich vor, wie das zum Warmmachen geht. Nachdem der Körper kräftig durchgeschüttelt war, wurden vom Kopf bis zu den Füßen die Einzelteile dran genommen. Schließlich war die einstige Lehrerin in den 60er–Jahren Übungsleiterin für Gymnastik und trainiert heute noch in der Gruppe von Erika Hoffmann.
Es war nun schon der 14. Neujahrslauf, den Helga Kühne als Mitglied des Burg–Kultur–Vereins organisiert hatte. Viele Teilnehmer sind seit dem ersten Mal dabei, etwa Didi Senft mit einer Neukreation seiner Fahrräder Marke Eigenbau. Diesmal war es ein Gefährt, das er für die Olympiade „Tokio 2020“ entworfen hat. Anne Gerlach und Vera Tinius sind immer dabei, auch Brigitte und Hermann Köhler aus Bindow. Beide sind Urlaubsfreunde von Helga und Lutz Kühne und seitdem Storkow eng verbunden. Die Route führte in zwei Gruppen etwa drei Kilometer weit bis zum Eine–Welt–Laden am Markt. Hier konnten alle bei heißen Getränken neue Kräfte sammeln und von Lutz Kühne eine Teilnehmerurkunde in Empfang nehmen.
Die von Helga Kühne geführten Walker und Nordic Walker richteten ihre Schritte am Sportplatz vorbei in den Wald zur Malerkiefer. Weiter ging es über den Umweg zur Badestelle am See hinter der Schule und das Mühlenfließ entlang zum Markt. Es wurde viel gelacht, denn alle waren in bester Kondition. Die Familien von Bernd Striegler und Matthias Döring hatten den Jahreswechsel zusammen verbracht und „Sekt getrunken, wie es sich gehört“.

