Sommerserie
: Wo in die Röhre gucken Spaß macht

Fünf Edelstahlröhren, die höchste zwölf Meter hoch, bilden Brandenburgs schönstes Rutschenparadies in Storkow.
Von
Elke Lang
Storkow
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  • Auf verschlungenen Wegen dem Weg der Schwerkraft folgen: Der Rutschenturm im Storkower Erlebnispark Irrlandia bietet rasanten Spaß auf verschiedenen Ebenen. Die am höchsten gelegene Plattform befindet sich auf zwölf Metern.

    Auf verschlungenen Wegen dem Weg der Schwerkraft folgen: Der Rutschenturm im Storkower Erlebnispark Irrlandia bietet rasanten Spaß auf verschiedenen Ebenen. Die am höchsten gelegene Plattform befindet sich auf zwölf Metern.

    Elke Lang
  • Mit seinen Zwergenmützen ist der Storkower Erlebnispark Irrlandia schon von Weitem ein Hingucker.

    Mit seinen Zwergenmützen ist der Storkower Erlebnispark Irrlandia schon von Weitem ein Hingucker.

    Elke Lang
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In diesem Jahr neu jedoch ist: „Wir sind mit einem Höhenlabyrinth von der Horizontale in die Vertikale aufgestiegen“, lächelt Matthias Beier, der Geschäftsführer des Vereins. „Ein solches Höhenlabyrinth wie unseres gibt es outdoor in ganz Deutschland noch nicht“, erklärt er stolz.

Das neue Bauwerk aus Stahlelementen mit der Anmutung einer ritterlichen Holzburg hat einen 2007 gebauten, bis in elf Meter Höhe ragenden Hochseilgarten abgelöst, der im Irrlandia Kletterzirkus genannt wurde. Die Kletterübungen konnten in acht Metern Höhe absolviert werden.

Als jedoch eine Grundreparatur nötig wurde und es sich als schwierig erwies, in der Region sportliche, höhentaugliche und motivierte Betreuer der Anlage zu finden, entschloss sich das Team, ihn aufzugeben. „Es gibt jetzt so viele Kletterparks in der näheren Umgebung, so dass kein Mangel entsteht. Lasst uns doch lieber eine neue Attraktion schaffen“, gibt Evelin Beier, die Vereinsvorsitzende die Überlegungen wieder.

Für das neue Höhenlabyrinth wurden auf 165 Quadratmetern 17 bis zwölf Meter hohe Eichenstämme im Durchmesser von vierzig bis fünfzig Zentimetern errichtet. Zwischen ihnen stehen beziehungsweise hängen in verschiedenen Höhen bis in neuneinhalb Metern hinauf neunzehn Holzkästen. Diese bilden begehbare Räumlichkeiten, welche im Laufe der Saison noch mit kleinen Geschicklichkeitsspielen ausgestattet werden. Die Kästen sind durch wacklige und schwankende Seilbrücken und Netztunneln verbunden. „Alles ist eingenetzt, man kann nirgends runterfallen, so dass hier nur eine Aufsichtskraft nötig ist“, beruhigt der Geschäftsführer.

Hüpfburg mit Wehrgang

Eine besondere Attraktion ist eine ebenfalls eingenetzte, über zwanzig Meter lange, automatisch zurückfahrende Seilrutsche als Ausgangsmöglichkeit. Außerdem stehen als Ausgänge eine acht Meter lange und eine sechs Meter lange Röhrenrutsche sowie mehrere Netztreppen zur Verfügung. „Man kann aber auch einfach über den Eingang wieder hinaus“, lächelt Evelin Beier. Vom Thema her ist diese neue Anlage eine Robin-Hood-Burg mit einem Einstiegsturm und Wehrgang. In der zweiten Ausbaustufe kommt ein weiterer Einstiegsturm mit Wehrgängen dazu. Auf den mittelalterlichen Räuber mit Gerechtigkeitssinn sollen auch die Mützen auf den Masten und die Verbindungsstreben in Form von Pfeilen hinweisen.

Im historischen Sinn sei die Bezeichnung Labyrinth für diese Höhenburg nicht ganz exakt, weiß Matthias Beier. „Es ist im klassischen Sinn ein Irrgarten, Man verliert in ihm bei den verschiedenen Höhenlagen, mehreren Eingängen, Ausgängen und auch Sackgassen schnell die Orientierung.“ Die Kinder können sich hier nach Herzenslust verstecken, Fangen spielen, klettern, balancieren, rutschen, sich verirren und freuen, wenn sie die Orientierung wiedergefunden haben. Die Anlage soll aber nicht nur Spaß bereiten, sondern „Kindern helfen, ein Höhengefühl zu entwickeln“, erklärt die Vereinsvorsitzende. „Sie können sich testen, und außerdem ist es immer ein Erlebnis, Höhe zu erfahren – auch für Erwachsene.“

Oben angekommen, bietet sich ein schöner Ausblick auf das Irrlandia-Gelände und auf das 2011 errichtete Rutschenparadies mit fünf Rutschen. „Brandenburgs höchstes und schönstes“, weiß Evelin Beier. Das Rutschenparadies ist das höchste Bauwerk des Erlebnisparks Irrlandia. Der höchste Punkt vom größten Rutschenturm – die Spitze der Zipfelmütze – ist 16 Meter hoch. Die höchste Plattform-Ebene befindet sich in zwölf Metern Höhe. „Ohne Fördermittel des Landes Brandenburg und der EU hätten diese Spielmöglichkeiten für Kinder nicht entstehen können“, ist der Vereinsvorsitzenden wichtig darauf hinzuweisen.

Tipps für Besucher des Erlebnisparks

Anfahrt: Mit dem Auto: Der MitMachPark Irrlandia befindet sich am Ortseingang aus Richtung Rieplos, bzw. aus Richtung der A12-Ausfahrt Storkow. Per Bahn: Mit der RB 36 stündlich aus den Richtungen Frankfurt (Oder) und Königs Wusterhausen. Vom Bahnhof Storkow ca 10 Minuten Fußweg

Gastronomie: Imbiss mit Pommes, Grill, Eis und Getränken

Öffnungszeiten und Eintritt: Täglich 10 bis 18 Uhr, 9 Euro pro Person