Tag der offenen Tür: Albert-Schweitzer-Oberschule wirbt um Lehrer

Elektronischer Stundenplan: Die Schülerlotsen Hanna Falkenhof, Leonie Weber und Lilo Kulow (v.l.) erklären, wie Eltern und Schüler sich per App über Stundenplan und Noten informieren können.
Ruth BuderSchulleiter Frank Boywitt findet es gut, wie Niels reagiert hat: „Ja, er war sehr aufgeregt, aber hat schließlich doch sehr selbstbewusst reagiert. So wollen wir unsere Schüler erziehen.“ Selbstbewusst geben sich auch die Schülerlotsen, die an den kleinen gelben Schildchen zu erkennen sind und die Aufgabe haben, die Gäste durchs Schulhaus zu führen. Niels sagt, er gehe gern an diese Schule, „auch wegen der Lehrer“. Die meisten seien lustig, Schule müsse schließlich auch Spaß machen. Der Görsdorfer, der Gitarre spielt und gern angelt, zählt sich leistungsmäßig zum Mittelfeld.
Nach der Eröffnung stehen alle Klassenzimmertüren des alten und neuen Schulgebäudes offen, schon am Eingang konnten sich die Interessierten einen „Wegweiser“ einstecken. Die Lehrer stehen für Fragen zur Verfügung, in der Bibliothek kann man sich über Berufe informieren, in den Fachräumen werden Experimente vorgeführt und in der Küche gibt es Kaffee und Kuchen. Anna-Lena Walbaum, Luise Märker und Lenya Kos haben auf einem großen Tisch die Schulkleidung, die sie auch selbst tragen, ausgebreitet.
Sie wollen Shirts, Tops, Pullover und Collegejacken mit dem „ASO“, das für Albert-Schweitzer-Gesamtschule steht, verkaufen. Dafür interessiert sich auch Christel Neubert aus Kossenblatt, die mit ihrer Tochter Kimberley zum Tag der offenen Tür gekommen ist. „Für uns steht schon fest, dass Kimberly nach den Sommerferien hier zur Schule gehen wird.“ Die Familie hatte die Wahl zwischen Goyatz und Beeskow. „Kimberly wollte nach Beeskow, weil auch ihre Freundinnen hier sind“, erklärt die Mutter, die von dem freundlichen Ambiente der Schule angetan ist.
Für Gespräche steht auch Claudia Fischbach zur Verfügung, die seit eineinhalb Jahren Elternsprecherin ist. „Es ist immer besser zu reden, wenn es Probleme gibt“, sagt sie und bietet Eltern und Schülern an, zu ihr zu kommen, wann immer es nötig ist. Auch Robert Begbie, der langjährige Vorsitzende des 25-köpfigen Fördervereins, ist gekommen. „Ich habe zwar kein Kind mehr an dieser Schule, trotzdem habe ich gern weitergemacht. Denn wir sind hier wie eine kleine Familie“, sagt der 51-Jährige. „Der Verein unterstütze die Schule bei Fahrten, Projekten oder wenn Geld für Auszeichnungen und anderen Dingen gebraucht werde. „Zur Zeit unterstützen wir die Vorbereitungen für einen Kochwettbewerb der neunten Klassen im Mai.“
315 Schüler lernen gegenwärtig an der Albert-Schweitzer-Oberschule. Werben muss Schulleiter Frank Boywitt für seine Schule nicht mehr, sie ist gut nachgefragt. „Manche Klassen sind sehr voll, haben bis zu 28 Schüler“, berichtet er. Der Tag der offenen Tür sei ja vor allem dafür da, Fragen der Eltern zu beantworten, die ihre Kinder ab dem nächsten Schuljahr in diese Schule schicken werden. Sie erkundigten sich nach der Größe der Klassen, welche Abschlüsse gemacht werden könnten oder zur Ausstattung mit Lehrern. Die fehlen zeitweise auch hier, wie an anderen Schulen.