Tag der offenen Tür: Sportliche Tänze und Feuerwerk

Flotte Eröffnung: Die „Siemis“ mit einem sportlichen Tanz in der Aula beim Tag der offenen Tür an der Oberschule.
Ruth BuderNiklas Jantze gehört zu den Schülerlotsen, die überall postiert sind, um den Besuchern behilflich zu sein. Der Siebtklässler besucht seit einem Jahr die Oberschule in Beeskow und ist ganz zufrieden. Sport und Geografie sind seine Lieblingsfächer, „und wenn es mal Probleme gibt, kann man sich direkt an Herrn Boywitt wenden“, sagt der Junge aus Neuendorf. Frank Boywitt ist der Schulleiter, der am Morgen in der Aula den Tag der offenen Tür flott und unkompliziert eröffnet und alle einlädt, neugierig zu sein. „Wir sind hier schließlich in einer Schule!“ Doch vorher lässt er sich noch von seinen eigenen Schülern überraschen. Von den „Siemis“, den Siebtklässlern, die in der vollbesetzten Aula einen sportlichen Tanz aufführen und ganz besonders von Kira Richtsteig. Die 15–jährige singt Hits wie „Fight song“ und Sun flower“ — und alle sind begeistert. „Kira war immer so schüchtern, sie hat sich so toll entwickelt“, hört man von allen Seiten.
Dann strömen die kleinen und großen Besucher in die Klassenzimmer, wo es viele Informationen gibt. Im Chemieraum beispielsweise darf John Paul Siegert unter Anleitung der Schüler Nora Lotz und Louis Lehmann sein eigenes, kleines Feuerwerk fabrizieren. John Paul plant, ab dem nächsten Jahr die Oberschule zu besuchen. Auch für Dennis Fröhlich aus Lindenberg steht fest: „Ich gehe an die Oberschule nach Beeskow, nicht nach Bad Saarow.“ Auf Beeskow sei er nach einem Grundschulbesuch gekommen, erklärt seine Mutter Anja.
Ununterbrochen hat Lehrerin Simone Kannemann Fragen zur Berufsfindung und Beratung zu beantworten. Die Eltern und ihre Schützlinge, die nach der 6. Klasse in eine weiterführende Schule ihrer Wahl wechseln müssen, erfahren bei ihr alles über Praktika und über die verschiedensten Wege, den richtigen Beruf zu finden. „Die meisten unserer Schüler wissen in der 10. Klasse, was sie machen wollen“, sagt Simone Kannemann. Je nach Leistungen sei ja alles offen: Lehre, Freiwilliges Soziales Jahr oder auch Abitur mit anschließendem Studium. In der neuen Schulküche bieten die Schüler der 10b den Besuchern eine Stärkung an, um damit ihre Klassenkasse aufzubessern. Unmittelbar in der Nachbarschaft werden Shirts, Collegejacken und Rucksäcke mit Schullogo „ASO“ vorgeführt und verkauft. „Einheitliche Schulkleidung ist ja verpönt“, sagt der Schulleiter. „Aber wir freuen uns, wenn sich die Schüler freiwillig mit ihrer Schule identifizieren. Die Sachen werden gut angenommen“, freut sich Boywitt. Sie seien nicht teuer, aber aus Biobaumwolle gefertigt und fair gehandelt, versichert er. Auch die „hauseigenen Schulplaner“ für Lehrer, Schüler und Eltern sind begehrt.
Robert Begbie, Vorsitzender des Fördervereins der Schule und auch Vorsitzender des Kreis–Elternrates, lobt die Aktivitäten der Albert–Schweitzer–Oberschule. „Hier wird nicht gejammert, hier wird aus dem Vorhandenen das Beste gemacht“, lobt er. Das größte Ärgernis sei der ständige Wechsel der Lehrer. „Aber das ist nicht nur ein Problem dieser Schule, sondern ein gesamtgesell–schaftliches.“
An diesem Sonnabend präsentiert sich das Rouanet–Gymnasium Beeskow künftigen Schülern mit seinen Angeboten. Der Tag der offenen Tür geht von 10.30 bis 13 Uhr. Außerdem gibt es Schnupperstunden.