Tierheim Märkisch Buchholz
: Darum ist der plüschige Hund Benni nichts für Anfänger

Im Tierheim Märkisch Buchholz zeigt sich Benni meist verspielt und freundlich. Ein Beißvorfall zeigt jedoch, dass er ein „Regelupdate“ braucht.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Benni ist ein Hund, der gerne spielt, läuft und kuschelt. Aggressiv ist er nicht, reagiert jedoch. Tierpflegerin Nancy Seifert hilft ihm beim Lernen, auch unliebsame Dinge hinzunehmen.

Benni ist ein Hund, der gerne spielt, läuft und kuschelt. Aggressiv ist er nicht, reagiert jedoch. Tierpflegerin Nancy Seifert hilft ihm beim Lernen, auch unliebsame Dinge hinzunehmen.

Jens Olbrich
  • Benni ist ein kleiner Mischlingsrüde im Tierheim Märkisch Buchholz – verspielt und freundlich.
  • Er schnappte seinem Betreuer in die Hand, als dieser ihn ins Auto setzen wollte.
  • Laut Tierpflegerinnen braucht er klare Regeln, ruhiges Zuhause und feste Tagesstruktur.
  • Fellpflege mag er nicht, doch Maulkorb-Training sitzt; Pflege und Schneiden werden geübt.
  • Keine Empfehlung für kleine Kinder, da er bei gruseligen Situationen reagieren kann.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn Benni mit fliegendem Fell dem Ball hinterherjagt, denkt man unwillkürlich an einen zotteligen Hirtenhund. Im Miniaturformat allerdings, denn der mittelgroße Rüde erreicht nicht einmal ein Drittel der Schulterhöhe eines Hirtenhundes. Benni, dessen Augen kaum zu sehen sind unter seinem gelockten Pony, ist „ein feucht-fröhlicher Mix von kleinen Rassen“, erklärt die stellvertretende Tierheimleiterin Denise Möbius.

Kaum zu glauben, aber der von Denise Möbius und Tierpflegerin Nancy Seifert als verspielt, fröhlich und grundsätzlich freundlich beschriebene Hund soll gebissen haben. Seinen Betreuer in die Hand, bestätigt Denise Möbius. Als dieser Benni in sein Auto setzen wollte, um ihn ins Tierheim Märkisch Buchholz zu bringen. „Also Benni hat nicht richtig gebissen, aber halt schon hinterher sichtbar in die Hand reingeschnappt“, erklärt sie näher, was geschehen ist.

Warum es geschehen sein könnte, erklärt Denise Möbius ebenfalls. „Benni war halt ein Omi-Hund“, erzählt sie, „und seine Besitzerin musste ins Pflegeheim.“ Bis dahin hat Benni vermutlich wie ein kleiner Prinz bei Frauchen gelebt. „Also wir wissen es nicht, aber so wie er sich verhält, durfte er vermutlich alles“, meint die Tierpflegerin. Unter dem dicken Fell sei er zwar ein wenig pummelig, letztendlich aber ein wirklich super netter Hund.

Bennis Körpersprache ist eindeutig, wie im Lehrbuch beschrieben

Jetzt hat der kleine Vampir einmal Blut gekostet – Benni ist ein Hund, der gebissen hat. „Wenn Hunde das einmal getan haben, wissen sie in der Regel, dass sie so auch weiterkommen könnten“, weiß Denise Möbius aus einschlägigen Erfahrungen. Natürlich verstehe sie Benni. Wenn man sich in ihn hineinversetze, sei da erst Frauchen verschwunden, dann sei ein „Typ“ gekommen, den er nicht wirklich kenne, und habe ihn gepackt, um ihn aus seinem Zuhause zu entführen.

Im Tierheim Märkisch Buchholz wurde der „feucht-fröhliche Mix von kleinen Rassen“ Benni aufgenommen, weil seine Besitzerin ins Pflegeheim übersiedeln musste.

Im Tierheim Märkisch Buchholz wurde der „feucht-fröhliche Hunde-Mix von kleinen Rassen“ Benni aufgenommen, weil seine Besitzerin ins Pflegeheim übersiedeln musste.

Jens Olbrich

Die neu gewonnene Erfahrung könne auch problematisch werden, wenn es um die Fellpflege Bennis gehe, gibt Tierpflegerin Nancy Seifert zu bedenken. „Benni ist halt sehr plüschig“, meint sie, „er hat gelocktes Fell, das man gut pflegen muss. Das gefällt ihm aber nicht.“ Benni sei schon deshalb kein Anfängerhund. Da helfe auch nicht, dass der Rüde, auch ohne zu beißen, sehr deutlich zeige, „worauf er keinen Bock hat“. „Er kommuniziert überaus klar“, bestätigt Denise Möbius. Mit einer Körpersprache, wie sie im Lehrbuch beschrieben ist. Man könne ihn beinahe schon für Schulungen einsetzen.

Hund Benni braucht ein Regelupdate und klare Tagesstruktur

Daran, dass Benni auch die eine oder andere Sache lerne hinzunehmen, die ihm nicht so passe, arbeite sie gerade, sagt Tierpflegerin Nancy Seifert. Unter anderem beim Thema Fellpflege und ‑schneiden. „Da muss er jetzt durch, das Fell muss auf jeden Fall gepflegt werden“, meint sie, „sonst sehe er bald aus, wie ein geplatztes Kopfkissen.“ Auch ein Training für „kleine Vampire“ habe sie bereits durchgeführt. „Er hat jetzt ein Maulkorb-Training absolviert. Den Maulkorb trägt er inzwischen souverän.“

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank

Interessenten an Benni oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Benni brauche ein Zuhause, wo es ruhig zugehe und wo es klare Regeln gebe, erklärt Denise Möbius. Er sei ein circa sechs Jahre alter und damit noch junger Hund, der gerne spielt, läuft und kuschelt. Aggressiv sei er nicht, reagiere nur, wenn „es für ihn wirklich gruselig wird“. Kleine Kinder im Haushalt empfehle sie allerdings nicht, weil diese für Hunde manchmal unberechenbar seien. Das Erfolgserlebnis des Beißens müsse übertüncht und nicht aufgefrischt werden. Benni brauche eine klare Tagesstruktur und ein „Regelupdate“, müsse wissen, was läuft, dann werde es besser mit ihm.