Tierheim Märkisch Buchholz
: Ludmilla aus Kaninchen-Paradies verbannt

Kaninchen Ludmilla musste wegen Mobbing ihr Paradies verlassen. Im Tierheim Märkisch Buchholz wartet sie jetzt auf eine neue Heimat.
Von
Jens Olbrich
Märkisch Buchholz
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Luzie Glasneck, im Tierheim Märkisch Buchholz für ein freiwilliges ökologisches Jahr, lockt Widder-Zibbe Ludmilla mit frisch gezupftem Gras.

Luzie Glasneck, im Tierheim Märkisch Buchholz für ein freiwilliges ökologisches Jahr, lockt Kaninchen Ludmilla mit frisch gezupftem Gras.

Jens Olbrich
  • Kaninchen Ludmilla musste das Tierheim Märkisch Buchholz wegen Mobbing verlassen.
  • Ludmilla vertrug sich nicht mit den anderen Kaninchen und wurde gebissen.
  • Ludmilla sucht ein neues Zuhause und ist nicht kastriert, aber über Chip registriert.
  • Sie ist kein Kuscheltier, frisst jedoch aus der Hand.
  • Interessenten können das Tierheim Märkisch Buchholz kontaktieren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Groß, schwarz und mit den für die Kaninchenrasse Widder typisch hängenden Ohren hockt Ludmilla in einer Ecke ihres Freilaufs im Tierheim Märkisch Buchholz. Ihre Augen glänzen, sind ebenfalls schwarz. Ohne diesen Glanz würde sich ihre Augen kaum vom gleichfarbigen Fell abheben.

Die Widderdame mit dem russisch klingenden Namen beobachtet Luzie Glasneck, die sie in ihrem Gehege besucht. Mehr noch als die Tierpflegerin beobachtet die Zippe, wie weibliche Kaninchen fachgerecht bezeichnet werden, das frische Gras in der Hand von Luzie Glasneck.

Auf dem Informationsblatt an der Tür zum Freilauf steht: Abgabetier, nicht verträglich mit vorhandenen Kaninchen. „So ist es“, bestätigt Luzie Glasneck, die ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert. Ludmilla, die im Mai dieses Jahrs ihren 2. Kaninchen-Geburtstag feiert, hat sich mit den kastrierten Kaninchenböcken einer bestehenden Gruppe nicht vertragen, hat gestänkert und die beiden gebissen.

So sah das Paradies von Kaninchen Ludmilla aus

„Kaninchen sind nicht immer nett miteinander“, bestätigt Luzie Glasneck. So eine Vergesellschaftung von Kaninchen könne eben gut gehen, müsse aber nicht. Da helfe es auch nicht, wenn der Vergesellschaftungsversuch in einem wahren Kaninchenparadies stattfinden würde, wie bei Ludmilla. Eine „wunderschön“ ausgebaute Scheune sei das gewesen.

Die knapp zwei Jahre alte Kaninchen-Dame Ludmilla wollte in ihrem Kaninchenparadies die Herrschaft übernehmen. Der Versuch endete mit ihrer Vertreibung.

Die knapp zwei Jahre alte Kaninchen-Dame Ludmilla wollte in ihrem Paradies die Herrschaft übernehmen. Der Versuch endete mit ihrer Vertreibung.

Jens Olbrich

In dem speziellen Umbau zur Kaninchenhaltung haben die Tiere Versteckmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen, einen Ausgang nach draußen und Buddelmöglichkeiten.

Ludmilla hatte jedoch die alleinige Herrschaft übernehmen wollen, so hätte es die Halter der Widderdame bescheinigt. Zunächst hätten sie probiert, mittels Separierung die konkrete Antipathie mit einem der vorhandenen Kaninchenböcke festzustellen. Dabei sei herausgekommen, dass Ludmilla beide nicht mochte. „Da sie als Letzte hinzukam, muss sie halt als Erste gehen“, hatten die Besitzer schweren Herzens bei der Abgabe von Ludmilla im Tierheim Märkisch Buchholz erklärt.

Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz

IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09

Berliner Volksbank

Interessenten an Ludmilla oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de

Ob Ludmilla nun ein „Terrorkaninchen“ sei und sich tatsächlich nicht in eine Gruppe integrieren lässt, sei schwer zu sagen. Möglicherweise seien die richtigen „Herzblätter“ noch nicht dabei gewesen. Kastriert sei Ludmilla nicht, jedoch über einen Chip registriert.

Dass Ludmilla nicht nur als Mobberin andere Kaninchen bedrängt, sondern auch selbst zum Opfer werden kann, bewies im Tierheim Märkisch Buchholz der Vergesellschaftungsversuch mit Zwergwidder-Häsin Haily. Die deutlich kleiner Zippe drehte den Spieß einfach um. Vermittelt werden würde sie sowohl in Wohnungs- als auch in Außenhaltung. Wichtig sei nur zu wissen, dass Ludmilla kein Kuscheltier sei. Sie frisst jedoch aus der Hand.