Katze in Märkisch Buchholz: Midnight hat ihre Babys verloren und braucht Ruhe und Trost

So ganz obdachlos ist Katze Midnight in ihrem Katzenzimmer nicht. Verstecke gibt es mehrere, sodass ein Rückzug immer möglich ist. Dennoch würde sie gerne dem stressigen Tierheimalltag in Märkisch Buchholz entkommen.
Jens Olbrich- Die schwarze Katze Midnight im Tierheim Märkisch Buchholz sucht nach dem Verlust ihrer Kitten ein ruhiges Zuhause.
- Die ursprünglich geplante Kastration konnte aufgrund ihrer Schwangerschaft nicht durchgeführt werden.
- Midnights Stress im Tierheim könnte ihre Entwicklung behindern.
- Sie ist kastriert, entwurmt, entfloht und bereit zur Vermittlung.
- Interessenten können das Tierheim Märkisch Buchholz kontaktieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Midnight habe ich heute schon geärgert“, erzählt Tierpflegerin Kelis Reichenbach. Die Schlafhöhle habe sie ihr aus dem Katzenzimmer genommen. Über den Einwurf der Obdachlosigkeit lächelt sie belustigt, verneint ihn jedoch.
Midnight liege viel zu viel in ihrer Höhle, meint sie erklärend. Obdachlos stimme auch nicht so, neben dem schönen Kratzbaum habe die rabenschwarze Katze auch noch andere Möglichkeiten zum Verstecken, es gibt noch weitere Höhlen in ihrem Zimmer. Nur die Einrichtung sei nun halt ein bisschen anders.
Die Katze macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist schwarz wie die Nacht. Circa 2021 geboren, sei sie eigentlich nur als Kastrationskatze ins Tierheim Märkisch Buchholz gebracht worden, stellt Kelis Reichenbach die eher scheu veranlagte Midnight vor.
Ob ihr Plan mit der aus dem Zimmer entfernten Katzenhöhle aufgeht, weiß sie nicht. Ungewiss sei, ob sich Midnight ein bisschen mehr mit ihrer Umwelt im Tierheim anfreunden würde. „Schön wäre, wenn Midnight einfach mal ein bisschen mehr aus sich herauskommt“, meint sie.
Midnight – ein perfekter Name für eine nachtschwarze Katze
Der Name Midnight ist perfekt gewählt. Aus dem Englischen stammend bedeutet er Mitternacht. Die mystische Deutung der Mitternachtsstunde weist auf den Aufbruch in den neuen Tag hin und impliziert mit einer gewissen Magie den Weg in ein neues Leben. Auf Katzendame Midnight bezogen änderte sich mit ihrem Aufgreifen nahe einem Einkaufsmarkt in Heidesee, Landkreis Dame-Spreewald, sehr viel.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Interessenten an Midnight oder einem anderen Tier finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de
Der ursprüngliche Plan der Kastration mit anschließender Rückführung in die Freiheit am Fundort sei August letzten Jahres gescheitert, berichtet Tierpflegerin Kelis Reichenbach. Wenn sie da versorgt würde, sei das der Weg des geringsten Stressfaktors für eine Katze, meint sie und erklärt weiter: „Leider stellte sich heraus, dass Midnight hochtragend war und somit eine Kastration nicht mehr infrage kam.“ Anfang September brachte Midnight dann sechs Frühchen zur Welt. Allesamt sehr viel zu früh, sodass keines davon überlebt hat.
Bemerkt hat zunächst niemand der Tierfreunde, dass Midnight tragend war. Die Tragezeit bei Katzen dauert durchschnittlich nicht mehr als 63 bis 67 Tage. Der Stress des Einfangens könnte allerdings eine mögliche Ursache für die Frühgeburt gewesen sein. Da sich das nicht mehr ändern ließ, „blieb Midnight dann logischerweise bei uns“, erzählt Kelis Reichenbach die folgenschwere Geschichte der schwarzen Fundkatze aus Heidesee weiter.
Tragische Katzenmama wird im Tierheim versorgt
Von nun an stand die medizinische Nachsorge der Katze im Mittelpunkt der geänderten Pläne im Tierheim Märkisch Buchholz. Zu prüfen sei gewesen, ob auch wirklich alles aus der Gebärmutter heraus sei, eine medikamentöse Behandlung mit Antibiotika stand an. Dann, quasi als alles abgeheilt gewesen sei, sei die Kastration durchgeführt worden.

Skeptisch beobachtet Tierpflegerin Manuela Budich Midnights Höhle. Wie Kollegin Kelis Reichenbach vermutet auch sie, dass die schwarze Katze eher nicht freiwillig herauskommt.
Jens OlbrichBereits in der Quarantäne stellte sich heraus, dass der Wildfang Midnight „nicht ganz so böse wild“ war, wie sich anfangs abgezeichnet hatte. Das bedeutet nicht, dass Midnight gleich als Kuschelkatze einzustufen gewesen wäre. Als Anzeichen für eine mögliche Menschenbindung werden hier schon kleinere Anzeichen gewertet. Etwa, dass Midnight „auch schon einmal aus ihrer Höhle herauskam“. Auch, dass sie nicht gleich mit der Pfote zuschlug, wenn man sich ihr näherte, wurde positiv bewertet.
Midnight bekommt eine Chance auf Vermittlung
„Okay, Midnight bekommt eine Chance und geht nicht zurück an den Fundort“, sei Kelis Reichenbach zufolge daraufhin beschlossen worden. Auch, dass die schwarze Katze schon gut zwei Monate in der Obhut des Tierheims gelebt hatte, trug zu diesem Entschluss bei. So sei allerdings der Stand bis dato, sie liege gerne in ihrer Höhle, man sehe sie selten.
Grund für die stagnierende Entwicklung Midnights könnte nun wiederum Stress sein. „Bei ihr ist vermutlich die Umgebung das Problem“, mutmaßt die Tierpflegerin. So ein Tierheim sei halt stressig, für alle Tiere, besonders aber für freiheitsliebende Einzelgänger wie Katzen.
Bei Midnight könne sie sich vorstellen, dass sie „auftauen“ wird, wenn sie irgendwo hinkommt, wo es ruhiger sei. Mit Chip, kastriert, entwurmt und entfloht sei sie ein Tier mit guten Vermittlungschancen. Es müsste sich nur jemand finden, der sein Herz für die „obdachlose Midnight“ entdeckt.



