Tierheim Märkisch Buchholz: Katze sucht Trost – Trauer steckt ihm noch in den Knochen

Solange man seine Privatsphäre achtet, faucht der trauernde Kater Morli im Tierheim Märkisch Buchholz auch nicht.
Jens Olbrich- Kater Morli trauert im Tierheim Märkisch Buchholz um seinen verstorbenen Besitzer seit Februar 2025.
- Der 2011 geborene Kater ist scheu, meidet Menschen und versteckt sich oft in seiner Höhle.
- Morli ist gesundheitlich stabil, wiegt 7 kg und frisst trotz nur drei Zähnen gut – vorwiegend Nassfutter.
- Tierpfleger betonen, dass er Zeit, Geduld und ein ruhiges Zuhause braucht, um Vertrauen zu fassen.
- Vermittlung schwierig, da ältere, scheue Katzen wie Morli schwer ein neues Zuhause finden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Menschen fällt es schwer, sich ein letztes Mal zu verabschieden, Tieren fällt es häufig schwerer. Sie kennen den Tod, heißt es in verschiedenen Fachartikeln. Es sei gut für sie, wenn sie sich von ihrem toten Frauchen, ihrem toten Herrchen verabschieden können, wissen, dass der vertraute und geliebte Mensch nicht einfach fortging und sie allein ließ. Sie wissen dann, dass dieser Mensch nicht wiederkommen kann.
So erging es Kater Morli. Sein Besitzer ist verstorben. „Morli ist auch schon etwas älter“, stellt Tierpflegerin Nancy Seifert den Kater vor. Er sei auch schon ein Opi, komme aus einer reinen Wohnungshaltung. Dort habe er mit seinem Menschen gelebt, bis dieser für immer ging. Seitdem lebt der schwarze Kater mit der weißen Blesse auf der Brust im Tierheim Märkisch Buchholz. Auf dem Zettel an der Tür seines Katzenzimmers steht: Morli, im Tierheim seit Februar 2025.
Tierheim Märkisch Buchholz sucht geduldige Menschen
Wie der betagte, 2011 geborene Kater seine Trauer verarbeite? „Schwer zu sagen, aber er hat hier Stress“, meint Nancy Seifert. „Morli verkrümelt sich in seine Höhle und bleibt am liebsten auch darin verborgen.“ Bis jetzt habe es noch keiner der Pfleger geschafft, Morlis Vertrauen zu finden. Der Europäisch-Kurzhaarkater bleibe Menschen gegenüber äußerst skeptisch, komme nur heraus, wenn es Futter gebe. „Streicheln und anfassen lässt er sich noch nicht wirklich“, bedauert die Tierpflegerin.
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Morli flüchte lieber, wenn es ihm möglich sei. Auch warne er fauchend davor, ihm zu nahe zu kommen, wenn man in seine Privatsphäre eindringe. Dabei bleibe es aber auch, sie gehe nicht davon aus, dass der Kater aggressiv sei. „Er ist einfach nur ängstlich, ihm fehlt das Vertrauen“, meint sie. Oder der vertraute Mensch.
Kann die Katze seine Trauer besiegen?
Gesundheitlich sehe es bei ihm ganz gut aus, beurteilt die Tierpflegerin Morlis Gesamtzustand. Er sei ein großer Kater, wiege inzwischen sieben Kilogramm. Nach einer Zahnsanierung habe er zwar nur noch drei Zähne, fresse jedoch trotzdem sehr gut, auch Trockenfutter. Das bekomme er allerdings nur ein- bis zweimal in der Woche. „Meistens bekommt er Nassfutter“, sagt Nancy Seifert und erklärt, dass er das Trockenfutter schlecht kauen könne.
„Wir wissen halt nicht, wie er zu Hause war“, meint die Tierpflegerin. Auch nicht, wie weit Morli seine Trauer verarbeitet habe. „Er braucht halt Zeit“, sagt sie. Er bräuchte einfach ein ruhiges Plätzchen, Ruhe, vielleicht einen geduldigen Menschen, dem er sich irgendwie anvertrauen könne. Aber bei so einem Opa sei es kompliziert, ihn zu vermitteln. Leider, denn normalerweise gingen Katzen „schneller raus“.

