Tierheim Märkisch Buchholz: Wie traumatisierte Hunde aus der Ukraine Vertrauen fassen

Die aus der Ukraine gerettete Hündin Nuri ist die zugänglichere der beiden Hündinnen aus dem Kriegsgebiet. Ayla sieht aus sicherer Entfernung neugierig zu, wie Nuri von Tierpflegerin Nancy Seifert mit Leckereien versorgt wird.
Jens Olbrich- Zwei junge Hündinnen aus Ukraine im Tierheim Märkisch Buchholz: Ayla und Nuri.
- Sie kamen aus einer zerstörten Auffangstation durch eine private Initiative.
- Nuri ist schüchtern, aber freundlich und lässt sich von Pflegerinnen streicheln.
- Ayla ist sehr ängstlich; Dorita gewinnt täglich behutsam ihr Vertrauen.
- Beide sind vergeben; Kontakt und Spenden an Tierheim Märkisch Buchholz möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Tierschicksale im Krieg geraten anhand traumatisierender Bilder von verletzten und sterbenden Menschen häufig in den Hintergrund. Die verstörende Angst, die überlebende Tiere vermutlich zeitlebens in sich tragen, sieht man ihnen an.
So ist es auch bei den zwei Jahre alten Mischlingshündinnen Ayla und Nuri. Eine private Initiative ermöglichte es, sie aus einer zerstörten ukrainischen Auffangstation ins Tierheim Märkisch Buchholz zu bringen.
„Jetzt sind Ayla und Nuri in Sicherheit bei uns“, freut sich die stellvertretende Tierheimleiterin Denise Möbius aus Märkisch Buchholz. Beide Hündinnen seien circa zwei Jahre alt und hätten in der vergangenen Zeit Schreckliches erlebt – beide brauchen nun Menschen, die in ihnen neues Vertrauen wecken.
Nuri, die zugänglichere von beiden, beschreibt Denise Möbius als sehr schüchtern, aber freundlich. Als ob Nuri das verstehen würde, nähert sich die Hündin mit weißem Fell und schwarzbraunem Kopf vorsichtig den Tierpflegerinnen Denise Möbius und Nancy Seifert, wedelt leise mit dem Schwanz und kann gestreichelt werden.
Ayla ist die scheuere Hündin von beiden. Menschen begegnet sie zunächst nur mit äußerster Vorsicht, erklärt Denise Möbius. Das zeigt die zierliche Hündin im Freilauf. Jede Möglichkeit zur Deckung nutzend, huscht sie um Besucher herum und beobachtet reserviert. Mit behutsamer Annäherung lasse sie sich bereits zaghaft streicheln, weiß Nancy Seifert.
Hündin Ayla hat in Dorita einen geduldigen Menschen gefunden
Mit dem Schwanzwedeln sei sie zurückhaltend, aber ehrlich. Beide Hündinnen sind noch sehr ängstlich. Sie benötigen Zeit und Sicherheit, Menschen mit Erfahrung, Geduld und einem ruhigen Umfeld, die ihnen helfen, Schritt für Schritt ihr neues Leben zu entdecken.
Das bestätigt auch Dorita. „Ich gehe da jetzt, ich glaube seit drei, vier Wochen, täglich hin, um Aylas Herz zu erobern“, erzählt sie. Auch außerhalb der Öffnungszeiten habe sie die Möglichkeit bekommen, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Entdeckt hatte sie Ayla über die Website des Tierheims Märkisch Buchholz, auf der Suche nach einem Hund in Aylas Größe, der kinderfreundlich sein sollte. „In Ayla habe ich mich sofort verliebt“, erinnert sich die Tierfreundin.

Vertrauten Menschen gegenüber verliert die ukrainische Hündin Nuri schon die Scheu. Während sie sich von Denis Möbius streicheln lässt, bleibt Ayla im Hintergrund fluchtbereit.
Jens OlbrichEiner der Gründe dafür sei auch, dass Ayla wohl das größere Sorgenkind sei, der andere, dass Nuri auch schon einen Menschen gefunden habe. Das Tempo der Annäherung bestimme Ayla selbst. Derzeit sei die Hündin so weit, dass sie mit ihr Gassigehen könne. Draußen gehe es, sie ziehe sie dann natürlich nicht gewaltsam zu sich heran, sondern hocke sich hin, spreche mit ihr. „Dann kommt sie und lässt sich sogar von mir anfassen“, freut sich Dorita über die Fortschritte.
Spendenkonto Tierheim Märkisch Buchholz
IBAN: DE81 1009 0000 7213 9490 09
Berliner Volksbank
Nuri und Ayla sind bereits vergeben – Interessenten an einem der anderen Tiere finden die bedürftigen Fellnasen im Tierheim Märkisch Buchholz
● Am Tierheim 1, 15757 Halbe, Tel. 033765 80689, E-Mail: tierheim@tierschutzverein-kw.de
Einen „herzigen Moment“ habe sie erlebt, als sie Ayla unter dem Hals kraulte und „ihr dabei ein wenig die Äuglein zufielen“. Noch bedürfe es jedoch viel Geduld. Im Zwinger könne sie Ayla bis jetzt nicht anfassen, „da hat sie einfach noch zu viel Angst“, weicht zurück. Sobald diese Angst überwunden sei und sie der traumatisierten Hündin selbst Halsband und Leine anlegen könne, dürfe sie Ayla mit nach Hause nehmen, sagt Dorita.


