21 Orte bewertet

Der Skaterpark am Kiefernweg dagegen hat bei der Kinder- und Jugendumfrage des Jugend-Teams Beeskow schlecht abgeschnitten: zu versteckt und schmutzig, nicht attraktiv für Kinder und Familien. Auf dem Abenteuerspielplatz an der Stadtmauer wiederum fühlten sich ältere Jugendliche nicht willkommen. Sitzecke ist zu klein, Steckdose kaputt, WLAN nicht funktionstüchtig. Der neue Stadtpark dagegen erhielt viel Lob für die geschwungenen Bänke. Aber Klettermöglichkeiten oder Spielplatz werden gewünscht sowie reparierte Mülleimer, damit es sauber bleibt. Der Marktplatz wird zwar zum Essengehen und Freundetreffen genutzt, könnte aber noch mehr Sitzgelegenheiten und Fastfood-Angebot gebrauchen.
An 21 Orten der Stadt wurden im Februar laminierte QR-Codes mit der Aufforderung "Sag uns Deine Meinung!" aufgehängt, über die Interessierte die App-Befragung starten konnten. Auch Schulen, der Jugendclub Pier 13, das Sport- und Freizeitzentrum bis hin zum Penny-Parkplatz konnten bewertet werden. Die Ergebnisse gingen direkt ans Jugend-Team. Insgesamt 50 bis 60 Rückmeldungen sammelte Sarah Ihlefeldt von der Stiftung SPI.
Die Idee zu dem Jugendbeteiligungsprojekt stammte aus einem Fachaustausch mit Litauen. Das digitale Umfrage-Tool haben Schüler der Medien-AG der Albert-Schweitzer-Oberschule, wo Ihlefeldt damals Schulsozialarbeiterin war, über die App PLACEm vom Verein Politik zum Anfassen erstellt. Dabei konnten sie Fragestellungen nach ihren Interessen gestalten. So war die Verkehrsanbindung ein wichtiges Anliegen, die dann auch kritisch bewertet wurde, konkret in Richtung Briescht und an den Wochenendabenden.

Corona stört Rundgang

Geplant war für Mitte März ein realer Rundgang mit Bürgermeister Frank Steffen, Kindern und Jugendlichen, interessierten Bürgern, einer Delegation aus Litauen, Vertretern des Bildungsministeriums sowie des Jugendteams. Gemeinsam sollten vor Ort Ergebnisse ausgewertet und Rückmeldung gegeben werden, was letztlich umgesetzt werden könnte. Dieser Termin musste wegen der Corona-Pandemie ausfallen.
So konnte Ihlefeldt die Ergebnisse erst Anfang Juli an Stadtkämmerer Steffen Schulze und Rosemarie Jurisch vom Kulturausschuss übergeben. Gemeinsam soll im September eine Auswertungsveranstaltung stattfinden, wo alle Beteiligten, auch die Kinder und Jugendlichen, Stadt und Kreis, Anmerkungen und Ideen diskutieren können.

Lob undWünsche