Unterhaltung
: Das kleinste Tridem der Welt

In Storkow ist das Museum der Rad-Kuriositäten geschlossen.
Von
Bernhard Schwiete
Beeskow
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Der "Tourteufel" zwischen seinen Exponaten: Didi Senft ín der Ausstellung auf der Storkower Burg zwischen seinem Messe-Fahrrad, dem Quad für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und dem türkisfarbenen kleinsten fahrbaren Tridem der Welt

Bernhard Schwiete

Über die älteste Bestmarke findet sich in der Ausstellung der Nachweis: die Urkunde des Guinness-Buch der Rekorde, die der damals noch in Kolpin wohnhafte Radsport-Enthusiast 1988 für das kleinste fahrbare Tridem der Welt, also ein Fahrrad mit drei Sitzen, erhielt. „Meinen Rekord-Antrag hat damals mein Vater nach West-Berlin geschmuggelt“, erzählt Didi Senft.

Winziges Rad für Leipziger Messe

Außerdem zeigt die Burg ein winziges Rad, mit der Künstler Mitte der 1990er-Jahre bei der Eröffnung des neuen Leipziger Messegeländes auftrat, sowie ein Quad, das zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland entstand und das Didi Senft damals in Potsdam mit Ministerpräsident Dietmar Woidke und dem russischen Botschafter vorstellte. Komplettiert wird die Präsentation von einem alten Rennrad, mit dem Didi Senft zwischen 1966 und 1970 selber an Rennen teilnahm und auf dem er saß, als er 1994 bei jeder Etappe der Tour de France ein Stück mitfuhr. Ein Jahr zuvor war er erstmals als "Tourteufel“ bei der wichtigsten Radsport-Veranstaltung der Welt in Erscheinung getreten. Durch seine Auftritte im rot-schwarzen Teufelskostüm fand der heute 67-Jährige weltweit Beachtung.

„Didi hat einen so großen Bekanntheitsgrad, dass wir uns freuen, dass er jetzt auch einen Stammplatz in unserer Ausstellung hat“, sagt Gordalla über den überregional wohl bekanntesten Einwohner der Stadt. „Er bekommt nun eine Anerkennung, die er seit Jahren verdient hat.“

Neu in der Ausstellung ist unterdessen nicht nur die Didi-Senft-Ecke. In einer Vitrine nebenan wird die Geschichte der früheren Storkower Industriebetriebe aufgegriffen. Eine alte Likörflasche aus dem ehemaligen VEB Helios ist dort zu sehen, Schuhe aus der Schuhfabrik und mehr. Wiederum eine Ecke weiter gibt es militärische Exponate, um die Historie von Storkow als Garnisonsstadt aufzugreifen.

Geöffnet ist täglich von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet inklusive der weiteren Ausstellungen auf der Burg 4,50 Euro.