"Ganz, ganz viele Mopeds der Marke Schwalbe sind dabei", freute sich der Organisator über die breit aufgestellte Teilnehmerschar. Als Hingucker nicht zu übersehen war ein russischer Schwerlaster Baujahr 1977 der Marke KRAS. Den hatte der Pfaffendorfer Hartmut Schulze nach der Wende vor der Verschrottung gerettet. Im Jahr 2000 war das Fahrzeug soweit restauriert, dass er damit mit seiner Mandy zum Standesamt fahren konnte. Gewerblich ist dieser  enorm Kraftstoff schluckende Riese nicht mehr in Betrieb, aber "wir nehmen an allen Oldtimer-Treffen im Umkreis teil", verriet Ehefrau Mandy.
Alles in allem waren es über 800 historische Fahrzeuge, die in dem kleinen Ort zu besichtigen waren. Dazu kamen am Sonnabend noch etwa 20 Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Tauche und ihrer Gastwehren aus Limsdorf, Beeskow, Wendisch Rietz und Ahrensdorf. Sie  waren zum 95. Geburtstag der Görsdorfer Freiwilligen Feuerwehr eingeladen. Rings um das Gelände, auf dem unter anderem ein Schaupflügen stattfand und der große Gemeindeausscheid der Feuerwehren, war alles bestens organisiert. Bürgermeister Gerd Mai, dessen ganzer Stolz eigentlich das Erntefest  mit großem Umzug in Tauche ist, war begeistert: "Der Umzug hier ist noch größer als in Tauche. Ein Fest in dieser Form gab es in unserer Gemeinde noch nicht."
Feuerwehrausscheid mit Rekord
Auch  die Freiwillige Feuerwehr wartete mit einem Rekord auf. Mit den vier Gästeteams waren zum Gemeindeausscheid 25 Mannschaften angetreten, davon zehn Jugendmannschaften und ein Frauenteam. "Soviel Jugendmannschaften gab es noch nie bei unserem Gemeindeausscheid", stellte Ortswehrführer Florian Droldner zufrieden fest. Diana Panzer lobte vor allem den Lindenberger Nachwuchs. "Die Mannschaft war mit 33,61 Sekunden für die Jugend sehr gut." Die Lindenberger Jugend gewann damit vor Tauche und Kossenblatt. Und auch bei den Männern und Frauen siegten die Lindenberger Teams. Die Frauen waren konkurrenzlos, bei den Männern folgten Falkenberg und Briescht. Prominentester Gast am Sonnabend war Ministerpräsident Dietmar Woidke. Vor seinem Rundgang über das Gelände nahm er an der Siegerehrung teil und machte auf das große ehrenamtliche Engagement aufmerksam, das hinter dem Aufbau von Jugendfeuerwehren steckt.