Verkehr in Oder-Spree und MOL
: Straßen gesperrt – Kampf gegen giftige Insekten

Der Landesbetrieb Straßenwesen weist auf kurzzeitige Sperrungen auf Bundes- und Landesstraßen in den Kreisen Oder-Spree und Märkisch Oderland direkt nach Ostern hin. Grund sind gefährliche Insekten.
Von
Olaf Gardt
Beeskow
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Eichenprozessionsspinner in Südbaden: ARCHIV - 08.05.2024, Baden-Württemberg, Breisach: Raupen des Eichenprozessionsspinners sind auf einem Ast zu sehen. Der Eichen-Prozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner, die Brennhaare der Raupe können beim Menschen eine Raupendermatitis auslösen. (zu dpa: «Eichenprozessionsspinner mag es nicht nass - Population eingebrochen») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eichenprozessionsspinner im Frühling: In einigen Jahren kommt es zu Massenvermehrungen. Im Kreis Oder-Spree werden die giftigen Insekten deshalb bekämpft.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Straßen in Oder-Spree und Märkisch Oderland werden ab dem 24. April gesperrt.
  • Grund: Bekämpfung gefährlicher Eichenprozessionsspinner-Raupen.
  • Giftige Brennhärchen der Raupen verursachen Ausschläge und Jucken.
  • Einsatz von Biozid, das für Menschen ungefährlich ist.
  • Betroffene Straßen: B 168, B 87, L 40, L 23, L 411, B 167, L 331, L 332.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen ganze Bäume kahl. In Massen sind sie eine Gefahr für den Wald. Mehr noch für viele Menschen. Die innen hohlen feinen Brennhärchen enthalten das Eiweißgift Thaumetopoein, das Jucken, Brennen und massive Ausschläge auslöst. Durch die immer höheren Temperaturen im Frühjahr und Sommer breitet sich die aus Südeuropa stammende Art immer weiter nördlich aus.

Zu finden sind die Schmetterlingsraupen auch an Alleebäumen. Deshalb werden sie ab dem 24. April vom Landesbetrieb Straßenwesen bekämpft. Wie lange die Arbeiten andauern, hängt von der Witterung ab, es muss trocken bleiben. Für diese Arbeiten können einzelne Straßenabschnitte kurzzeitig gesperrt werden. Betroffen ist in Oder-Spree vor allem der Raum Beeskow-Storkow.

Spritzmittel trocknet schnell ab

Wie in den Vorjahren wird zur Bekämpfung ein Biozid eingesetzt. Es handelt sich dabei nach Angaben des Landesbetriebes um ein in der Natur vorkommendes Bakterium, das in aufbereiteter Form in einer wässrigen Lösung ausgebracht wird (Foray ES). Für nicht blattfressende Insekten und für den Menschen sei das Mittel nicht gefährlich, heißt es. Die Arbeiten dauern nur wenige Minuten je Baum, da die Arbeitsmaschine im Schritttempo fährt. Die Suspension trocknet schnell ab.

Neben den Raupen des Eichenprozessionsspinners werden auch die des Goldafter bekämpft.

Raupenbekämpfung in LOS:

B 168: von Ragow Richtung Beeskow

B 87: zwischen Mittweide und Sabrodt

L 40: von Kummersdorf bis Storkow

L 23: von Storkow in Richtung Rieplos

L 411: von Groß Rietz nach Görzig

Raupenbekämpfung in MOL

B 167: von Libbenichen nach Dolgelin

L 331: die Strecke Tucheband

L 332: die Strecke Rathstock in Richtung Dolgelin

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