Die Polizeimeldung lässt für Beeskower Verhältnisse aufhorchen, ist aber an sich (leider) alltäglich. Geschildert wird ein versuchter Raub. Ein 35-jähriger Mann hatte von einer 66-jährigen Frau die Herausgabe ihres Bargelds gefordert. Der Mann, so die Polizei, habe seiner Forderung Nachdruck verliehen, indem er die Frau schubste und nach ihr trat. Dennoch gelang es der Frau, unverletzt vor dem Mann zu fliehen.
Und sie konnte offenbar auch schildern, in welche Richtung sich der Täter entfernte. „In Richtung Mischfutterwerk“, steht im Polizeibericht. Das macht auf den ersten Blick wenig Sinn, denn das Werk befindet sich auf der anderen Spreeseite. Allerdings ist es durchaus möglich, auch über die Eisenbahnbrücke dorthin zu gelangen. „Wir gehen tatsächlich davon aus, dass der Mann das mit hoher Wahrscheinlichkeit getan hat“, bestätigt ein Polizeisprecher.
Jedenfalls sei es gelungen, den Täter in der Hafenstraße zu stellen und seine Personalien aufzunehmen. Für eine vorläufige Festnahme hätten Tat und alle anderen Umstände nicht ausgereicht. Der Mann habe in Beeskow einen festen Wohnsitz. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen versuchten Raubes.