Wasserschaden
: Die erste Etage ist zum Wahltag fertig

Ein Rohrbruch legt den Betrieb des Gemeinschaftshauses Wilmersdorf lahm. Die Sanierung geht voran, für neues Mobiliar werden Sponsoren gesucht.
Von
Monika Rassek
Wilmersdorf
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Bauamtsleiter Stefan Horstmann zeigt sich beim Rundgang durch das Dorfgemeinschaftshaus Wilmersdorf mit dem Fortschritt der Bauarbeiten zufrieden.

Monika Rassek

Die Handwerker arbeiten mit Hochdruck im Dorfgemeinschaftshaus Wilmersdorf, um das Gebäude schnellstmöglich wieder nutzbar zu machen. Nach einem Wasserschaden musste der Fußboden und einiges mehr erneuert werden, darunter auch das Mobiliar. Um die kaputten Einrichtungsgegenstände vollständig ersetzen zu können, wird jetzt um Spenden gebeten.

Das Wasser hätte leicht größeren Schaden anrichten können, doch gerade noch rechtzeitig wurde der Rohrbruch entdeckt. An der Straße Zum Anger, direkt neben dem großen Teich, steht das schmucke Dorfgemeinschaftshaus — welches eng mit dem Gebäude der Feuerwehr  verbandelt ist — quasi Rücken an Rücken oder besser, Wand an Wand. Daher war der Wasserrohbruch im Dorfgemeinschaftshaus am 2. Juni doppelt tragisch.

Glück im Unglück

Im Bereich des Handwaschbeckens, in der vom Landfrauenverein regelmäßig genutzten 2. Etage platzt unbemerkt ein Wasserrohr. Die ganze Nacht läuft Wasser, drückt durch die Wand, fließt an der Wand herunter, verteilt sich schließlich auf dem Boden der Etage und findet irgendwann den Weg über die Treppe und durch die Decke nach unten. Und fließt dabei auch in die Schalen der Deckenleuchten im Erdgeschoss. Als diese richtig volllaufen, kommt es zum Kurzschluss.

Glücklicherweise kam am nächsten Tag jemand vorbei, der das Fiasko entdeckte, geistesgegenwärtig Alarm schlug und das Amt informierte. „Das Wasser wurde zentral abgestellt. Dann machten sich auf Initiative von Ortsvorsteherin Anja Döhring Frauen aus dem Ort ans Werk und wischten Unmengen von Wasser weg“, berichtet Stefan Horstmann, Bauamtsleiter von Rietz–Neuendorf.

Luftentfeuchter übernahmen den Rest. „Es sah schlimm aus“, sagt Brigitte Schulze vom Bauamt, die das Projekt „Wiederherstellung“ betreut. Die Spanplatten von den Möbeln sind aufgeweicht und gequollen, genauso wie die Böden. „Die schlimmsten Folgen aber hatte der Kurzschluss, für die benachbarte Feuerwehr. Im Brandfall hätten die Leute nicht ausrücken können“, berichtet Schulze.

Auf einem Guten Weg

Inzwischen ist die Sanierung jedoch auf einem guten Weg. „Wir hatten Glück, dass wir die Firma Göhler gewinnen konnten“, pflichtet Horstmann bei. Da kommen alle Leistungen aus einer Hand und der Baufortschritt liegt im Zeitplan. Beim Rundgang prüft der Bauamtsleiter mit kritischen Blicken und zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir wollen die erste Etage Ende August fertig stellen, um die Räume als Wahllokal nutzen zu können.“

Mit der oberen Etage wird es noch ein wenig dauern. Aber Brigitte Schulze ist optimistisch: „Der alte Fußboden muss raus und neuer rein. Wir wollen die Bauzeit so kurz wie möglich halten, damit die Frauen sich dort wieder treffen können. Das ist eine schöne Tradition. Es werden  verschiedene Sachen angeboten wie Malen oder Handarbeit.“

Das alles so schnell geht, ist auch der Versicherung zu verdanken. „Es kam gleich ein Gutachter, so dass wir die Grundsanierung des Gebäudes schnell angehen konnten“, so Horstmann. Die Kosten belaufen sich auf etwa 17000 Euro. Für das aufgequollene Mobiliar kommt die Versicherung aber nicht auf. „Da freuen wir uns sehr, wenn sich ein paar Sponsoren finden, die uns ein wenig unterstützen“, betont Horstmann. Wer helfen möchte, kann sich gern an Ortsvorsteherin Anja Döring oder direkt an Stefan Horstmann im Bauamt wenden.