Nun geht es zurück an die Spree, Bischinger macht aus dem "Blauen Mittwoch" den "Bunten Freitag". Das neue Format hat er sich mit dem Burg- und Kulturamtsteam für den Veranstaltungsneustart auf der Burg Beeskow ausgedacht. Fünf Veranstaltungen, jeweils ab 19 Uhr, sind geplant. Am 12. Juni geht es los. Künstler aus der Region, die Verträge müssen noch gemacht werden, sorgen auf dem Burghof für Unterhaltung. Open Air werden erst einmal alle Burgveranstaltungen sein, so lassen sich Abstandsregeln leichter einhalten und es dürfen mehr Gäste kommen. Bis zu 150 könnten es sein.
Karten sollte man möglichst im Vorfeld am Burgtresen kaufen. Fünf Euro kostet die Karte, noch immer muss man mit Bargeld zahlen. Der Vorverkauf ist sinnvoll, weil es dann am Veranstaltungstag schneller geht, Kontaktdaten werden beim Kartenkauf erfasst.
Parallel finden vier BurgSommer-Veranstaltungen statt. Ulla Walter und Rico Haring lesen und diskutieren am 20. Juni auf dem Burghof. Der Abend ist eine Begleitveranstaltung zur aktuellen Ausstellung "Alle in die Kunst I", die im Ausstellungszentrum zu sehen ist und wenig später durch einen zweiten Teil abgelöst wird. Konzerte mit Capriccio (Ostrock) und The Murmeltears, die Lieder nicht mehr unter uns weilender Künstler zu Gehör bringen, folgen. "Unsere Kuh brennt durch" ist der Titel des Feuerwerkstheaters, dass die Berliner Pyromantiker am 11. Juli in Beeskow zeigen.
Sehr exklusiv wird die nächste Ausstellung auf der Burg. Exklusiv, weil sie maximal acht Personen gleichzeitig sehen dürfen. Das ist die zulässige Besucherzahl auf dem Bergfried, in dem Cécile Wesloswski, die seit Mitte Mai im Burgatelier arbeitet, ab dem 12. Juni unter dem Titel "Flüssige Liebe" ihre Arbeiten zeigt.
Eine Lösung ist auch für das Internationale Gesangsseminar des Projekts Oper-Oder-Spree gefunden. Es wird stattfinden. Acht Nachwuchskünstler werden nach Beeskow kommen und eine 14-tägige Sommerschule absolvieren. Weniger Teilnehmer und ein kürzerer Zeitraum, aber immerhin. Es wird auf dem Burghof eine Operngala geben, die wie gewohnt auch in Neuzelle wiederholt wird. Aus der "Oper in der Scheune" wird die "Quarantäne Oper auf dem Burghof". Auch der Beitrag des Frankfurter Kleist Forums zum Opernprojekt, "Die Schule der Liebenden oder so machen’s alle" wird in Neuzelle und Beeskow gezeigt. Die Regenvariante für alle Abende besteht in einer möglichen Verschiebung auf den kommenden Tag.
Papiertheater-Teams gastieren
Nur bei einige kleineren Veranstaltungen ist ein Umzug in den Konzertsaal denkbar. Aber eigentlich soll es dort erst wieder ab dem Herbst Veranstaltungen geben. Nachgeholt werden muss beispielsweise die Abschlusslesung von Burgschreiber Stefan Hornbach, dessen Nachfolger aktuell gesucht wird. Es habe schon etliche Nachfragen gegeben, sagt Bischinger. Bis ende Juni kann man sich noch bewerben. Noch vor dem nächsten Burgschreiber werden Papier-Theater-Macher auf die Burg ziehen. Drei Teams sind eingeladen, werden proben, basteln und Vorstellungen geben. Vor allem Kindergärtnerinnen, die die japanische Variante "Kamishibai" gut kennen, hätten bereits Interesse angemeldet, so Bischinger.

Corona-Regeln auf der Burg Beeskow


Der Zugang zu den Räumen auf der Burg Beeskow ist derzeit Corona-bedingt begrenzt. Jeweils zwölf Personen dürfen sich im Musikmuseum und im Ausstellungszentrum aufhalten. Ab dem 8. Juni werden wieder Führungen mit bis zu zehn Teilnehmern angeboten. Sechs bis acht Besucher gleichzeitig sind im Regionalmuseum, dem Folterkeller und auf dem Bergfried möglich. Die Zahl der Open-Air-Veranstaltungsbesucher ist auf 150 begrenzt. Auch deshalb ist es sinnvoll, Eintrittskarten im Vorverkauf zu erwerben. Alle Besucher von Veranstaltungen müssen ihre Kontaktdaten angeben. gar