Wirtschaft
: Rezepte der Gastronomen

In den vergangenen Jahren mussten einige Gaststätten in der Region schließen, aus verschiedenen Gründen. Doch es gibt auch Betreiber mit Blick nach vorne.
Von
Jörg Kühl
Beeskow
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Als Team erfolgreich: Margrit Simke-Schulz (Mitte), Inhaberin des Landgasthofs Simke in Herzberg, mit Mathias Neumann, Kochlehrling im 3. Lehrjahr und Kellnerin Jenny Kruse.

Jörn Tornow

Auch ausreichend Freizeit zum Kräftetanken müsse man den Mitarbeitern ermöglichen. Das wichtigste: Der Gasthof Simke kümmert sich aktiv um Fachkräfte-Nachwuchs, indem er ausbildet. Zur Zeit erlernt Mathias Neumann den Beruf des Kochs. Er ist in seinem dritten Lehrjahr und bald fertig. „Mathias bleibt bei uns!“ sagt seine Chefin. Margit Simke-Schulz ärgert sich, dass die gastronomischen Berufe in der Öffentlichkeit allgemein so schlecht wegkommen. „Zu unrecht“, ihrer Meinung nach, denn  Gastronomie mache Spaß. „Für mich ist das der schönste und lebendigste Beruf.“ Die schönen Seiten des Berufs hervorzuheben sei besser, als zu lamentieren. Die Gaststätte Schur in Leißnitz konzentriert sich auf die Ressourcen der Familie und steht damit stabil da. Wie Inhaberin Astrid Pagel berichtet, habe sie die Öffnungszeiten so eingerichtet, dass sie bis auf einen Schließtag jeden Abend für die Gäste da sein kann. Sie betreibt die Gaststätte gemeinsam mit ihrem Mann. „Wir machen so viel, wie wir leisten können.“ Astrid Pagel setzt auf ein zweites Standbein, um das Geschäft zu stabilisieren. In diesem Fall ist es die Essensversorgung bei Veranstaltungen und Familienfesten, modern „Catering“. „In den Wintermonaten ist weniger los, als im Winter, mit der Außerhaus-Lieferung können wir das ein wenig ausgleichen“. Die Ressourcen des Familienbetriebs seien auch ohne externe Werbung  ausgelastet: „An fast jedem Wochenende steht schon etwas in meinem Kalender.“

Das Landcafé Rudolph in Oegeln setzt, modern gesprochen, auf ein „Alleinstellungsmerkmal“, um am Markt zu bestehen. Wie Inhaber Henrik Rudolph einschätzt, ist die Tatsache, dass er als ausgebildeter Konditor handwerklich hergestellte Backwaren anbieten kann, ein Wettbewerbsvorteil, der sich herumspricht. Ein weiterer Grund, warum das Landcafé seit 16 Jahren erfolgreich am Markt ist, sei der stabile Personalstamm. Seine Frau arbeite von Anfang an im Unternehmen mit, die beiden angestellten Servicekräfte seien seit zehn Jahren an Bord. „Mir ist wichtig, fair und verlässlich zu sein“, so der Arbeitgeber. Die Steigerungen des Mindestlohns sieht er nicht nur als Mehrbelastung, sondern auch als Chance: Vielleicht gelingt es so, wieder mehr Menschen für die Gastronomie zu begeistern.“

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Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX