: OP-Tisch, Wald und Reichsadler - August Bier und sein Verhältnis zum Nationalsozialismus
Seine fachlichen Verdienste sind unumstritten: August Bier ist einer der bedeutendsten deutschen Chirurgen. „Sein“ Stahlhelm ist Teil des Museums Oder-Spree in Beeskow. Auch seine forstwirtschaftlichen Erkenntnisse werden geschätzt. Sein Verhältnis zur Politik jedoch wurde erst spät thematisiert. 2021 jährt sich sein Geburtstag zum 160. Mal.
August Bier bei einer Lehr-Demonstration 1931 am Universitätsklinikum in Berlin ⇥
Stiftung August Bier
Der Forstmann Prof.Dr. August Bier 1940 in seinem Wald in Sauen, Foto aus der privaten Familienchronik
Privat
Das Kreisblatt Beeskow-Storkow berichtet am 9. September 1937 (links): „In der großen Kulturtagung im Nürnberger Opernhaus verkündete Reichsminister Dr. Goebbels die Träger des Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft: [...] Der Führer beglückwünschte die anwesenden Preisträger. - Unser Bild zeigt Adolf Hitler mit Professor Bier, hinter dem halb verdeckt Professor Sauerbruch steht. [...]“
Stadtarchiv Beeskow
Prominenter Besuch bei prominentem Patienten: Professor Ernst Ferdinand Sauerbruch (1875 - 1951) am Lazarettbett von Professor August Bier (1861 - 1949)
Stadtarchiv Beeskow
Porträt der Berliner Zeitschrift "Die Woche" 1907: Zum Amtsantritt des Nachfolgers Ernst von Bergmanns: Geh. Med.-Rat Prof. Dr. August Bier übernimmt das Direktorat der Chirurgischen Universitätsklinik in der Ziegelstraße in Berlin, der zweiten großen Chirurgie-Institution neben der Charité.
Die Woche
Prof. August Bier bei einer Spinalanästhesie, um 1925