Alltagshelden
: Manege frei für die Zirkuskinder in Zepernick

Nach Corona hat der Verein Lumina in Zepernick wieder Fahrt aufgenommen. Für Zirkuskinder heißt es wieder: Manege frei.
Von
MOZ
Zepernick
Jetzt in der App anhören
  • Nach Corona hat der Verein Lumina in Zepernick wieder Fahrt aufgenommen. Für Zirkuskinder heißt es wieder Manege frei.

    Nach Corona hat der Verein Lumina in Zepernick wieder Fahrt aufgenommen. Für Zirkuskinder heißt es wieder Manege frei.

    privat/Dustin Jonas
  • Überraschungsbesuch trotz Corona: Dustin Jonas übergibt Mick Wartenberg in Schönow einen Becher selbstgemachter Zuckerwatte.

    Überraschungsbesuch trotz Corona: Dustin Jonas übergibt Mick Wartenberg in Schönow einen Becher selbstgemachter Zuckerwatte.

    privat
1 / 2

Der 31–Jährige ist Schausteller, kommt aus Zepernick und hat vor zwei Jahren den Verein Lumina e.V. ins Leben gerufen. Er richtet sich an Kinder und Jugendliche. Im Mittelpunkt steht alles, was mit Zirkus zu tun hat: Akrobatik, Jonglage, Balance, Luftakrobatik und Schwarzlichttheater. Mehr als 200 Kinder betreuen Jonas und sein Trainerteam in Panketal, Wandlitz und Bernau. Doch als Corona kam, ging plötzlich nichts mehr. Die Hallen mussten geschlossen bleiben, die Kinder zu Hause.

Und Jonas? Der engagierte sich trotzdem weiter.

„Er hat sich wunderbar eingesetzt. Er ist mit seinem Trainerteam erreichbar gewesen, hat für die Kinder Trainingsvideos zur Verfügung gestellt und auch Einzelunterrichts organisiert“, berichtet Julia Grossklass stellvertretend für viele Eltern.

Als Jonas von dem Lob hört, freut er sich riesig. „Wir wollten einfach da sein für die Kinder“, gesteht der gelernte Sozialpädagoge, der mit „Jonas Eventservice“ eine Firma für Veranstaltungsequipment betreibt. Um mit den Kindern während der Corona–Hochzeit nicht nur virtuell zu kommunizieren, ist Jonas auch einmal losgefahren und hat sie spontan am Gartentor besucht — mit selbstgemachter Zuckerwatte im Gepäck. Eine Aktion, die sehr gut ankam.

Jonas brennt für diese Aufgabe, das merkt man schnell. Bereits vor zehn Jahren hat er mit einem mobilen Zirkusprojekt begonnen, ist oft von Schule zu Schule gezogen. Nun gibt es unter dem Dach des Vereins feste Trainingsstätten– und zeiten. Vier Stunden nimmt er sich täglich dafür Zeit. Und in den Sommerferien veranstaltet Jonas Zirkuscamps. „Das geht jetzt wieder, dank der Lockerungen“.

Die Kinder und Jugendlichen, die er und das Lumina–Trainerteam betreuen, sind zwischen acht und 15 Jahre alt. „Man merkt, dass ihnen das gemeinsame Training während Corona gefehlt hat — sie wollen sich richtig auspowern“, sagt Jonas.

Leuchtende Kinderaugen

Den Vereinsname Lumina hat der Schausteller übrigens nicht zufällig gewählt. Er habe seinen Ursprung in dem lateinischen Wort „lumen“, was sich mit „die Leuchtenden“ übersetzen lässt. „Und da glückliche Kinderaugen leuchten, wenn sie in der Manege stehen, fanden wir den Namen super passend.“